Axel Ranisch in "6Minuten66" (2019), Quelle: 69. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog), © TriebKraft Film
Axel Ranisch

Berlinale 2019: 6Minuten66

Hat das Kino noch eine Zukunft? Als Ort? Als Kunstform? Als eigene Sprache? Diese und andere Fragen stellen Julius und Katja Feldmeier in ihrem Dokumentarfilm "6Minuten66" – und zwar 15 namhaften Filmemacher*innen, darunter Thomas Stuber, Laura Lackmann, Nikias Chryssos, Tini Tüllmann und Burhan Qurbani. In einem Hotelzimmer werden sie jeweils mit einer These zur Zukunft des Kinos alleingelassen. Sie haben 6 Minuten und 66 Sekunden Zeit. Es gibt zwei Kameras und sonst kein Gegenüber, keine Unterbrechungen und keine Rückfragen. Sie müssen reagieren, Stellung beziehen. Gemeinsam ist allen Befragten, dass sie zu einer jüngeren Regie-Generation gehören und sich allein schon ihrer eigenen beruflichen Zukunft wegen mit veränderten Techniken, Sehgewohnheiten und Publikumserwartungen befassen müssen. So funktioniert "6Minuten66" als spielerisches Experiment, zugleich aber auch als Reflexion über persönliche Perspektiven und Haltungen – die letztlich auch uns als Zuschauer betreffen. Am 15.2. feiert der Film in der Sektion Perspektive Deutsches Kino Premiere. Wir sind sehr gespannt.

Aktuelles

Mit Anti-Mafia-Autor Roberto Saviano auf dem Podium ist gestern in vollbesetztem Haus die 17. Ausgabe von Berlinale Talents erfolgreich zu Ende gegangen.

Stefan Linz übernimmt die Nachfolge von FSK-Geschäftsführerin Christiane von Wahlert, die zum 31. März in den Ruhestand geht. Gemeinsam mit Helmut Possmann übt der 39-jährige künftig die Geschäftsführung der in Wiesbaden ansässigen Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) aus.

Die DEFA-Stiftung hat den Film "Schönheit & Vergänglichkeit" von Annekatrin Hendel mit dem diesjährigen Heiner-Carow-Preis ausgezeichnet.

"Karl Fruchtmann. Ein jüdischer Erzähler" – Die erste Monographie über den Autorenfilmer erscheint jetzt als dritter Band der gemeinsam von der Akademie der Künste und der Deutschen Kinemathek herausgegebenen Reihe "Fernsehen. Geschichte. Ästhetik". Die Buchvorstellung findet am 26. Februar in der Akademie am Pariser Platz statt.

Am gestrigen 11. Februar hat der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) in 12 Kategorien den Preis der deutschen Filmkritik verliehen. Zum besten Spielfilm des Jahres 2018 kürten die Kritiker*innen "Das unmögliche Bild" von Sandra Wollner.