Rudolf Thome zu Gast im DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, am 21. September 2014; Quelle: DFF, Foto: Frauke Haß
Rudolf Thome

80. Geburtstag: Rudolf Thome

Sein Werdegang ähnelt nicht zufällig dem der Vorreiter der französischen Nouvelle Vague: Wie Truffaut und Godard, artikulierte auch Rudolf Thome seine Leidenschaft für das Kino zunächst als Kritiker. Als treibende Kraft der legendären "Münchner Gruppe" begann er Mitte der Sechzigerjahre selbst Regie zu führen. Mit seinen ersten abendfüllenden Filmen "Detektive" (1968) und "Rote Sonne" (1970) schuf er betörende Schlüsselwerke einer neuen deutschen Kino-Ära, die auch fünf Jahrzehnte später nichts von ihrer Vitalität eingebüßt haben. Thomes frühe Arbeiten vereinen die amerikanische Gradlinigkeit seines erklärten Vorbildes Howard Hawks mit spielerischen Elementen des europäischen Autorenfilms, während seine späteren Filmzyklen gleichermaßen als intellektuelle Reflexionen über das Leben und als leichthändige Improvisationen faszinieren. Aber egal in welche Richtung er sich bewegt, seine Gestaltungs- und Erzähllust hat Rudolf Thome sich stets bewahrt – und sein Einfluss wirkt bis heute nach, so wurde er vergangenes Jahr beim Preis der deutschen Filmkritik für sein Lebenswerk geehrt. Am 14. November feiert der Ausnahmekünstler und wahrhaftige Cineast nun seinen 80. Geburtstag: Herzlichen Glückwunsch!

Aktuelles

Am Freitagabend eröffnet exground filmfest 32 in der Caligari FilmBühne mit der Deutschland-Premiere des brasilianischen Mystery-Thrillers "The Father's Shadow" ("A sombra do pai") von Gabriela Amaral Almeida. Vom 15. bis zum 24. November präsentiert das Festival 200 unabhängig produzierte Lang- und Kurzfilme aus 52 Ländern auf der großen Leinwand, darunter 18 Welt-, vier internationale, sechs Europa- und 36 Deutschland-Premieren.

Zur Eröffnung am 14. November 2019 präsentiert das 68. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg das fernöstliche Meisterwerk "Under the Turquoise Sky".

Nah dran sein an den Filmemacher·innen, ihren Beweggründen, Berufsbildern und Biografien, das war und ist das Ziel der Podcast-Reihe Close Up, die letztes Jahr an den Start gegangen ist und seither viele filmbegeisterte Hörer·innen gefunden hat. Nach drei erfolgreichen Staffeln mit über 110.000 Downloads geht der Erfolgspodcast heute in die vierte Runde.

Der Berlinale Dokumentarfilmpreis wird ab 2020 mit einem Preisgeld von € 40.000 dotiert, das vom rbb gestiftet wird. Dank der Unterstützung durch den Rundfunk Berlin-Brandenburg wird somit auch in Zukunft ein Preis für den besten Dokumentarfilm bei der Berlinale vergeben.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Ulrich Nussbaum, und die Staatsministerin für Kultur- und Medien, Monika Grütters führen am heutigen Mittwoch in Berlin zum ersten Mal das Forum Kultur- und Kreativwirtschaft 2019 durch. Bei diesem neuen Veranstaltungsformat treffen Spitzenvertreter der Kultur- und Kreativwirtschaft mit Unternehmer*innen, Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen anderer Wirtschaftsbranchen und gesellschaftlicher Gruppen zusammen, um die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie ihren gesellschaftlichen Beitrag zu verdeutlichen.