Ronald Zehrfeld, Christiane Paul in "Was gewesen wäre" (2019); Quelle: Farbfilm Verleih, DFF, © Flare Film, Marco Krüger
Ronald Zehrfeld, Christiane Paul

Neu im Kino: Was gewesen wäre

Die Überlegung was gewesen wäre, wenn man eine zentrale Entscheidung im eigenen Leben anders getroffen hätte, kann ein durchaus reizvolles Gedankenspiel sein. Es kann aber auch eine gefestigte Existenz in Frage stellen: Astrid, Ende Vierzig, Ärztin und seit drei Monaten glücklich verliebt in ihren ehemaligen Patienten Paul, trifft bei einem romantischen Wochenendtrip nach Budapest auf Julius, ihre erste große Liebe. Das war noch vor dem Mauerfall in der DDR, und die Beziehung wurde durch Julius' Flucht in den Westen abrupt beendet. Nun, 30 Jahre später, gefährdet die unbeendete Leidenschaft das junge Liebesglück von Astrid und Paul. Während Paul nicht weiß, wie eifersüchtig er sein müsste, ist Astrid hin und her gerissen zwischen zwei möglichen Leben, von denen das bisher ungelebte einen ungeahnten Reiz entwickelt. Astrid muss sich erneut entscheiden. "Was gewesen wäre" ist das Regiedebüt von Florian Koerner von Gustorf, u.a. langjähriger Produzent für Christian Petzold, Thomas Arslan oder Angela Schanelec. Seine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Gregor Sander kommt ganz unaufgeregt und doch empathisch daher und gleitet trotz der großen Gefühle nie in Kitsch oder Melodramatik ab. Dazu trägt auch das hervorragende Ensemble bei, allen voran Christiane Paul, Ronald Zehrfeld und Sebastian Hülk.

Aktuelles

Zu seinem 90. Geburtstag würdigt das Filmmuseum den Filmemacher Peter Lilienthal mit einer Retrospektive. Vom 28. November 2019 bis zum 19. Februar 2020 werden zehn eher unbekannte Werke gezeigt, Lilienthals frühe Fernsehfilme, die er zwischen 1962 und 1972 gedreht hat.

Mit der Website www.grüneskino.de und dem Grünen Kinohandbuch bietet die Filmförderungsanstalt FFA ein integriertes Informationsangebot zu allen Aspekten des umweltfreundlichen und nachhaltigen Kinobetriebs. Dieses Angebot wird nun durch den Grünes-Kino-Newsletter ergänzt, der Neuigkeiten, Anregungen und Tipps direkt zur Zielgruppe transportiert.

Die Reihe Berlinale Classics wird am 21. Februar 2020 mit der Aufführung des Stummfilmklassikers "Das Wachsfigurenkabinett" (Regie: Paul Leni) von 1924 im Friedrichstadt-Palast feierlich eröffnet.

Eine achtköpfige Jury der European Film Academy und EFA Productions hat basierend auf der EFA Spielfilmauswahl 2019 die Gewinner/innen in den Kategorien Kamera, Schnitt, Szenenbild, Kostüm, Maskenbild, Filmmusik, Sounddesign und visuelle Effekte ausgewählt, die bei den diesjährigen European Film Awards geehrt werden.

Die Schauspielerin Katharina Thalbach wird für ihre Leistung in der Musical-Komödie "Ich war noch niemals in New York" mit dem Ernst-Lubitsch-Preis 2020 ausgezeichnet.

Kinostarts

DVD-Starts