"Opium", Source: Filmmuseum München
Screenshot mit Eduard von Winterstein

Neu auf DVD: Opium

Die Nähe des Films zum Traum wurde schon oft beschrieben, das halluzinatorische und rauschhafte Potenzial des Mediums in Terry Gilliams "Fear and Loathing in Las Vegas" oder Gaspar Noés "Enter the Void" erkundet. Doch neu ist das Thema keineswegs. Vor über 100 Jahren, in der kurzen Zeitspanne der nach Ende des Ersten Weltkrieges gelockerten Zensur, drehte Robert Reinert das Melodram "Opium" mit Eduard von Winterstein, Werner Krauß und Conrad Veidt. Ein Film, der als Aufklärungsfilm daherkommt, als "Warnung vor den schrecklichen Folgen jenes zerrüttenden Giftes", aber gleichzeitig in bester Exploitation-Manier genau diese schrecklich faszinierenden und bunt viragierten Bilder voller Nacktheit, Wahn und wilder Tiere exotisierend ausstellt, oder wie die zeitgenössische Kritik in "Der Kinematograph" formulierte: "im Rausche wirbeln Erlebnisse und Phantasie in unkenntlichem Durcheinander vorbei. Es gibt keine andere Darstellungsmöglichkeit, die die Wirkungen des Opiumgiftes in einer derartigen Lebenswahrheit wiederzugeben vermag. Hier versagen Bühne und Buch; nur die Technik des Kinematographen triumphiert." 2018 lief "Opium" in der Retrospektive der Berlinale, nun ist er in der Edition Filmmuseum auf DVD erschienen, neu und farbig rekonstruiert und so nah an der Premierenfassung wie nie zuvor.

Aktuelles

Junge Talente, neue filmische Formate und aktuelle Themen – das alles steht im Mittelpunkt des neuen Podcasts "Gespräche aus der ersten Reihe". Vom Nachwuchspreis FIRST STEPS ins Leben gerufen, sprechen die beiden Leiterinnen Anne Ballschmieter und Jennifer Stahl im Wechsel mit ihren Gästen in deren Lieblingskinos über die ersten Schritte in der Filmbranche – und natürlich die ganz persönliche Beziehung zum Film.

Heute wurden die Preisträger*innen der diesjährigen Grimme-Preise in einem Live-Stream bekannt gegeben. 16 Preise werden vergeben, verteilt auf die Kategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend.

Am 10. Mai 2021 gingen die 67. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, die zweite Online-Ausgabe des ältesten Kurzfilmfestivals der Welt, mit der Preisverleihung zu Ende.

Noch zwei Wochen läuft die Wahl – und der LUX Audience Award 2021 geht auf Europatournee, inklusive virtueller Vorführungen und einem Live-Q&A mit den Filmemachern.

Der Entschluss, das Berlinale Summer Special (9. – 20. Juni 2021) in Form von Open Air-Kinovorführungen stattfinden zu lassen, steht nun fest. Die Berlinale will dem Publikum an insgesamt 16 Veranstaltungsorten beim Summer Special Kinogenuss unter freiem Himmel bieten.