Quelle: Peripher, DIF, © R. Vorschneider
"Marseille" (2004)
In seiner berühmten "Einführung in eine wahre Geschichte des Kinos" hat Jean-Luc Godard von der Montage als "dem Allerwichtigsten" gesprochen. Godard zielte damit nicht nur auf die Rolle der Montage beim Filmemachen ab, sondern bezog sich ebenso auf das Reden und Schreiben über Film, auf die Auseinandersetzung mit dem Kino: "Man muß immer zweimal sehen. Das ist es, was ich mit Montage meine, einfach etwas in Verbindung bringen. Da liegt die wahnsinnige Macht des Bildes und des Tons, der dazugehört, oder des Tons und des Bildes, das dazugehört. Alles das, seine Geologie, seine Geografie, umfaßt meiner Meinung nach die Filmgeschichte, und das bleibt unsichtbar. Das zeigt man besser nicht, heißt es."