Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf"

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Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf"
Quelle: Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf"
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Geschichte und Situation

Die Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" wurde am 1. November 1954 als "Deutsche Hochschule für Filmkunst" in Potsdam-Babelsberg gegründet. Sie ist die größte und älteste der deutschen Medienhochschulen und die einzige Kunsthochschule des Landes Brandenburg. Die "Verordnung über die Bildung der Deutschen Hochschule für Filmkunst" wurde damals vom Ministerpräsidenten Otto Grotewohl und dem Minister für Kultur Johannes R. Becher unterschrieben. Als Vorbild für die Gründung dienten damals das sowjetische Allunionsinstitut für Kinematografie (WGIK) in Moskau und die Filmfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag. 1967 wurde die Hochschule auch zur Ausbildungsstätte für den Fernsehnachwuchs erklärt. In der Folge erfolgte 1969 die Umbenennung in "Hochschule für Film und Fernsehen der Deutschen Demokratischen Republik". 1985 wurde der Hochschule der Ehrenname "Konrad Wolf" verliehen. Mit Wirkung vom 17.12.1990 wurde die HFF vom Land Brandenburg als Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" übernommen. In seiner Regierungserklärung verkündete der damalige Ministerpräsident Manfred Stolpe, dass die HFF in das Konzept zur Schaffung eines europäischen Medienzentrums in Potsdam-Babelsberg zu integrieren sei. Heute mitten in der Babelsberger Medienstadt und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Filmstudios ansässig, bietet die HFF in elf spezialisierten Studiengängen eine fundierte Ausbildung für Berufe in den Bereichen Film, Fernsehen und Neue Medien.

Studium und Bewerbung

Das projektorientierte Studium der HFF erfolgt in funktionaler Einheit von künstlerisch-praktischer und theoretisch-wissenschaftlicher Lehre. Es ist charakterisiert durch die Verbindung der Fachtheorie mit kreativer Werkstattausbildung in arbeitsteiliger berufsvorbereitender Teamarbeit. Wichtiges Ziel ist die künstlerische Innovation durch Vermittlung handwerklich-technischer Kenntnisse und Fertigkeiten und die interdisziplinäre Gemeinschaftsarbeit an Film, Fernseh-, Video- und Multimediaprojekten.

Der Zugang zur Hochschule für Studieninteressenten ist nicht ganz einfach. Von den jährlich rund 1000 Bewerbern erhalten meist nur circa 100 einen Studienplatz. Entscheidendes Kriterium für die Aufnahme ist der Nachweis künstlerischer Eignung. Es gibt unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen je nach Studiengang. In der Regel ist die allgemeine Hochschulreife erforderlich sowie praktische Erfahrungen. Weitere Voraussetzung ist das Bestehen der Aufnahmeprüfung (Verfahren zur Feststellung der studiengangsbezogenen Eignung).

Studienangebot

Ausgebildet wird in den Diplom-Studiengängen Animation, Drehbuch/Dramaturgie, Film- und Fernsehproduktion, Film- und Fernsehregie, Kamera, Montage, Szenografie und Ton. Im Rahmen des Bologna-Prozesses wird gegenwärtig an der Überführung der Studieninhalte in Bachelor- und Master-Studiengänge gearbeitet. Der Studiengang Medienwissenschaft: Analyse, Ästhetik, Publikum konnte bereits zum Wintersemester 2006/2007 in einen MA-Studiengang überführt werden. Der Studiengang Schauspiel wurde zum Wintersemester 2007/2008 als BA-Studiengang und der Studiengang Filmmusik zum Wintersemester 2009/2010 als MA-Studiengang etabliert.

Art des Studiums

Das Ausbildungssystem der HFF, das Studierende studiengangsübergreifend in gemeinsamen Projekten zusammenführt, ist in der deutschsprachigen Medienhochschullandschaft einzigartig. So können Teamfähigkeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen der hohen Arbeitsteiligkeit im Medienbereich erlernt, Disponibilität, Flexibilität und Kooperationsfähigkeit trainiert werden.

Die Ausbildung ist praxisnah durch national und international anerkannte Medienfachleute und Spezialisten gesichert, die auf der Grundlage eines flexiblen Personalkonzepts verpflichtet werden. Theoretisches Grundlagenstudium wird durch kreative Werkstattarbeit begleitet und ergänzt. Neue Medientechnologien sind integraler Bestandteil von Lehre und künstlerischer Praxis. Die gestalterische und theoretische Auseinandersetzung mit den eigenen kulturellen Wurzeln und die Reflexion ihrer historischen wie gegenwärtigen Erscheinungsformen in einer globalisierten Welt sind Gegenstand des Unterrichts und studentischer Projekte.

Außenkontakte

Die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ unterhält vielfältige Außenbeziehungen. Die HFF kooperiert weltweit mit anderen Medienhochschulen. Zu den Partnern gehören unter anderem die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, die Kunsthochschule für Medien in Köln, die Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, La Escuela Internacional de Cine y Televisión, Havanna, die All-Russian State University of Cinematography (VGIK) in Moskau, die Communication University China (CUC), Peking, und die Universidad de Cine Buenos Aires. HFF-Studentenfilme sind jährlich auf mehr als 200 Festivals in aller Welt präsent und erfolgreich. Jedes Frühjahr lädt die HFF-Studentenschaft den internationalen Filmnachwuchs zu den „Sehsüchten“ - den Internationalen Studentenfilmtagen - nach Potsdam ein. Das Festival, das die HFF-Studierenden eigenverantwortlich planen und realisieren, hat sich längst als Marke etabliert und ist ein Publikumsrenner geworden.

Die jährliche HFF-Filmmesse präsentiert Redakteuren, Produzenten, Fachjournalisten und Festivalleitern die jeweils neuesten Studentenproduktionen und ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Studierenden und Medienpraktikern. Kooperationsverträge und -kontakte mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, der UFA, dem Filmmuseum Potsdam, dem Hans Otto Theater Potsdam, der Studio Babelsberg GmbH und anderen Partnern garantieren den Innovationstransfer zwischen Hochschule und Medienpraxis.

Zusammen mit der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF), München und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) vergibt die HFF jährlich im Rahmen der „Babelsberger Medienpreise“ den "Erich Kästner-Fernsehpreis für das beste deutschsprachige Kinder- und Jugendprogramm“, den "Förderpreis für den besten Absolventenfilm (Spielfilm)" und den „Förderpreis für den besten Absolventenfilm (Dokumentarfilm)“.

Im Ergebnis dieser vielfältigen Außenbeziehungen finden HFF-Studentenfilme, die häufig als Koproduktion mit Praxispartnern entstehen, immer schneller ihren Weg auf die Bildschirme und Leinwände – auch international.

Absolventen

Erfolgreiche Absolventen, häufig mit hochkarätigen Preisen dekoriert, belegen die Richtigkeit des an der HFF praktizierten Ausbildungssystems:
Thomas Brussig (Drehbuch/Dramaturgie), Agi Dawaachu (Szenografie), Andreas Dresen (Regie), Aelrun Goette (Regie), Christian Goldbeck (Szenografie), Robert Gwisdek (Schauspiel), André Hennicke (Schauspiel), Thomas Plenert (Kamera), Robert Thalheim (Regie), Börres Weiffenbach (Kamera) und viele andere mehr.

Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Marlene-Dietrich-Allee 11 14482 Potsdam Tel: +49 (0) 331/6202-0
www.hff-potsdam.de E-mail: info@hff-potsdam.de

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