Deutschland / Frankreich / Schweiz 2005/2006, Spielfilm
Bukarest 2005. Der junge deutsche Ingenieur Stefan kommt nach Rumänien, um eine neue Offsetmaschine in der Druckerei von Nicu Iorga einzurichten. Dort lernt er Brindusa kennen, die attraktive rumänische Dolmetscherin und Assistentin von Iorga, und verliebt sich in sie. Zwischen den beiden läuft alles bestens, wollen sie doch in Bukarest heiraten und dann in Deutschland leben. Stefans Eltern und seine Schwester kommen nach Bukarest, um an der Hochzeit teilzunehmen. Was Stefan nicht weiß, ist, dass Brindusa eine längere Beziehung mit Iorga hatte. Dieser will die Hochzeit mit allen Mitteln verhindern. So stellt er Stefans Leistungen bei der Einrichtung der Druckmaschinen in Frage und beginnt, Stefans Arbeit zu sabotieren.
Schlimmer noch, bei einem Essen kriegen sich Stefans Eltern mit Brindusas Vater, Herrn Herghelegiu, in die Wolle. Ein kulturell bedingtes Missgeschick folgt auf das nächste, und Brindusa ist nicht einmal zu Hause, um dolmetschen zu können, weil sie sich gerade mit Iorga auseinandersetzt. Am nächsten Vormittag, auf dem Standesamt, stellt Iorga Brindusa vor eine existenzielle Entscheidung.
Die Hauptrolle der Brindusa hat Regisseur Didi Danquart mit der überaus erfolgreichen deutsch-rumänischen Schauspielerin Alexandra Maria Lara besetzt, die hier zum ersten Mal nach vielen Jahren in ihre alte Heimat zurückkehrt und mit ihrem eigenen Vater, dem in Berlin lehrenden Schauspielprofessor Valentin Platareanu – im Film ihr Vater Herr Herghelegiu – zusammen auftritt. In "Offset" wird der Begriff "Heimat" in einem neuen Kontext hinterfragt.
Quelle: 57. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)