Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona leben seit frühester Kindheit
im Berliner Bezirk Neukölln. Als talentierte Tänzer und Musiker sind die
Akkouch-Geschwister in der Streetdance- und Hip-Hop-Szene auch über die
Grenzen Berlins hinaus ein Begriff. Aber sie haben ein Problem: Ihre Familie
lebt seit 18 Jahren ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland und ist
permanent von der Abschiebung in den Libanon bedroht.
Lial und Hassan,
die als einzige Familienmitglieder einen befristeten Aufenthaltstitel bekommen
haben, schmieden den Plan, mit ihrer Kunst den Lebensunterhalt der
Familie zu sichern, damit diese legal im Land bleiben darf. Doch der Druck
dieser doppelten Belastung fordert seinen Tribut: Das Geschwisterverhältnis
zwischen Lial und Hassan ist angespannt, und bei Maradona häufen
sich die Probleme. Er wird wiederholt von der Schule suspendiert und bekommt
die ersten Strafanzeigen, die nicht nur seinen Aufenthalt, sondern
auch den seiner Familie gefährden könnten. Hin- und hergerissen zwischen
dem ambitionierten Lebensstil seiner älteren Geschwister und dem Straßenleben
seiner Kumpels steht er am Scheideweg zwischen Motivation und Resignation.
Abseits der gängigen Klischees über Migranten in Problembezirken erzählt
der Dokumentarfilm vom alltäglichen Leben dreier Jugendlicher, die um
das Bleiberecht ihrer Familie kämpfen.
Quelle: 60. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)