Michael Herbig

Michael Herbig

Weitere Namen: Michael "Bully" Herbig (Weiterer Name)
Darsteller, Regie, Drehbuch, Sonstiges, Produzent
*29.04.1968 München

Biografie

Michael "Bully" Herbig, geboren am 29. April 1968 in München, wurde nach seinem Realschulabschluss im Internat Schloss Brannenburg von der Münchner FHH abgelehnt und arbeitete ab 1992 als Moderator bei Radio Gong in München. Ab 1994 war er unter dem Pseudonym "Bully" als Morgenshow-Unterhalter bei Radio Energy zu hören; dort erhielt er eine erste Auszeichnung für die Comedy-Reihe "Die Bayern-Cops" (800 Folgen).

Herbig wechselt 1997 zum Fernsehen über, wo er auf Pro7 als Autor, Darsteller, Regisseur und Produzent für die wöchentliche "Bullyparade" verantwortlich zeichnet, die sich auf Western- und Science Fiction-Parodien spezialisiert. Dann beginnt er, in gleicher Personalunion, seine Fernsehfiguren ins Kino zu übertragen: das deutsch-türkische Proll-Paar "Erkan & Stefan" (2000), die Karl-May-inspirierten Winnetouch, Abahachi und Ranger in "Der Schuh des Manitu" (2001) sowie Captain Kork und Mr. Spuck in "(T)Raumschiff Surprise – Periode 1" (2004), einer Verballhornung von "Raumschiff Enterprise" und "Krieg der Sterne". Sein "Manitu" war mit 11,7 Millionen Kinogehern der erfolgreichste deutsche Film seit "Otto – der Film" mit 13,8 (1987), das "(T)Raumschiff" stand dem mit 9,2 Millionen kaum nach. Alle Herbig-Unternehmungen laufen über die Münchner HerbX Medienproduktion GmbH.

Nach der Titelrolle in der Gespensterkomödie "Hui Buh – Das Schlossgespenst", in dem auch seine langjährigen Freunde und Comedy-Kollegen Rick Kavanian und Christoph Maria Herbst mitwirken, wendet Herbig sich wieder einem eigenen Kinoprojekt zu: Der Animationsfilm "Lissi und der wilde Kaiser", eine Parodie auf die "Sissi"-Filme der 1950er Jahre, bleibt jedoch an der Kinokasse weit hinter den Erwartungen zurück und wird auch von der Kritik weniger positiv aufgenommen als Herbigs bisherige Genre-Parodien.
2008 ist Herbig in einer Kinohauptrolle als leibhaftiger Tod in Joseph Vilsmaiers "Die Geschichte vom Brandner Kaspar" (2008) zu sehen. Daneben widmet er sich seinem nächsten Filmprojekt, bei dem es sich einmal mehr um die Bearbeitung eines Klassikers der Popkulturgeschichte handelt: Er verfilmt "Wickie und die starken Männer" nach Runer Jonsson als Realfilm fürs Kino. Der Film startet im September 2009 mit großem Erfolg und lockt insgesamt rund fünf Millionen Zuschauer in die Kinos.

Dennoch konzentriert Herbig sich danach vorerst auf die Schauspielerei. So hat er einen kleinen Auftritt in Dani Levys "Das Leben ist zu lang" (2010) und übernimmt die Hauptrollen in Leander Haußmanns Tragikomödie "Hotel Lux" (Start: Oktober 2011) und Helmut Dietls Satire "Berlin Mitte" (Start: 2012), einer Art Kino-Fortsetzung von Dietls erfolgreicher 80er-Jahre Fernsehserie "Kir Royal".

Filmografie

2010/2011 Zettl
Darsteller
 
2010/2011 Hotel Lux
Darsteller, Co-Produzent
 
2009/2010 Goethe!
Co-Produzent
 
2009 Wickie und die starken Männer
Darsteller, Regie, Drehbuch, Casting, Produzent
 
2009 Horst Schlämmer - Isch kandidiere!
Darsteller
 
2008 Die Geschichte vom Brandner Kaspar
Darsteller
 
2006/2007 Lissi und der wilde Kaiser
Sprecher, Regie, Drehbuch, Produzent
 
2006-2008 Asterix bei den Olympischen Spielen
Darsteller
 
2005/2006 HUI BUH - Das Schlossgespenst
Darsteller
 
2003/2004 (T)Raumschiff Surprise - Periode 1
Darsteller, Regie, Drehbuch, Produzent
 
2001/2002 Knallharte Jungs
Darsteller
 
2001-2004 Back to Gaya
Sprecher
 
2001 The Emperor's new Groove
Synchronsprecher
 
2000/2001 Der Schuh des Manitu
Darsteller, Regie, Drehbuch, Produzent
 
1999/2000 Erkan & Stefan
Regie