Götz Weidner
Biografie
Geboren am 12. Dezember 1942 in Berlin, absolviert Weidner 1961 ein Praktikum bei der Bavaria und wird dort von 1962 bis 1966 als Szenenbildner ausgebildet. 1966 unter der Leitung von Rolf Zehetbauer und gemeinsam mit dem Trickmeister Theo Nischwitz ist er an der Herstellung der Spezial-Effekte für die Fernsehserie "Raumpatrouille" beteiligt. Ab 1970 freier Filmarchitekt, gehört er bald zu den gefragtesten deutschen Production Designern.
Mehrere Fernseh- und Kinoarbeiten folgen, darunter "Wallenstein" nach Golo Mann (Franz Peter Wirth, 1978), Peter Zadeks "Die wilden fünfziger" (1982/1983), "Die unendliche Geschichte Teil I und II" (Wolfgang Petersen/George Miller, 1984/1990) und "Schtonk!" (Helmut Dietl, 1992), Bernhard Sinkels "Der Kinoerzähler" (1992) und Dominik Grafs "Die Sieger" (1993). Nach "Das Boot" ist die amerikanische Produktion "U-571" (Jonathan Mostow, 2000) sein zweiter U-Boot-Film, bei dem er ein erheblich größeres Budget zur Verfügung hat.
Für Heinrich Breloers mehrfach ausgezeichneten Dreiteiler "Die Manns – Ein Jahrhundertroman" (2001) baut er die im Krieg zerstörte Münchener Villa Thomas Manns detailgetreu nach, eine Zusammenarbeit, die Weidner und Breloer bei "Speer und Er" (2004/ 2005) wiederholen. Die Ausstattung des TV-Mehrteilers "Das Wunder von Lengede" (Kaspar Heidelbach, 2003) verschafft ihm den Bayerischen Filmpreis 2004. 2006 arbeitet Götz Weidner mit Heidelbach zusammen, um die Verfilmung des Untergangs der "Pamir", einem Segelschulschiff, zu realisieren.
Quelle: "Das Boot. Auf der Suche nach der Crew der U96", hrsg. v. Deutsches Filmmuseum / Deutsches Filminstitut – DIF e.V.; erschienen im Henschel Verlag, Berlin/Leipzig, 2006.


