Christine Laszar
Biografie
Christine Laszar wird am 19. Dezember 1931 in Ortelsburg in Ostpreußen (heute Szczytno, Polen) geboren. Nach dem Schulabschluss absolviert sie eine Schauspielausbildung in Westberlin und spielt danach am Renaissance-Theater in Berlin, beim Westberliner Kabarett "Die Stachelschweine" und in der Münchner "Schaubude".
Der Regisseur Erich Engel entdeckt sie in München und verpflichtet die junge Schauspielerin für "Geschwader Fledermaus" (1958), einen Antikriegsfilm über den kolonialen Konflikt in Indochina und die Freiheitsbestrebungen Vietnams. Die weibliche Hauptrolle der Sekretärin Flessy bringt Christine Laszar eine Festanstellung bei der DEFA, woraufhin sie 1958 in die DDR geht. Hier kann sie sich in zahlreichen Kriminal- und Spionagefilmen einen Namen machen und gehört in den 1960ern zu den prominentesten Schauspielerinnen der DEFA.
In "Weißes Blut" (1959) von Gottfried Kolditz spielt sie die Ehefrau eines jungen Bundeswehroffiziers, der durch eine zu hohe Strahlungsmenge bei einem Atombombentest schwer erkrankt, woraufhin das Paar an die Öffentlichkeit geht und die nukleare Rüstung kritisiert. Auch als junge Chemikerin in "Der Tod hat ein Gesicht" (1961) von Joachim Hasler zeigt Laszar Charakterstärke und setzt sich für den Verbot eines gefährlichen Giftes ein. In Johannes Kittels "Der Arzt von Bothenow" (1961) spielt sie an der Seite von Otto Mellies dessen verwöhnte und anstrengende Ehefrau.
Nachdem Laszars großen Erfolgen zu Beginn der 1960er Jahre beginnt ihre Filmkarriere zum Ende des Jahrzehnts zu stagnieren, und sie spielt überwiegend Fernsehrollen, etwa in "Tod im Preis inbegriffen" (1968) und "Krupp und Krause" (1969). Im folgenden Jahrzehnt wechselt die Schauspielerin ins Fach der Fernsehredakteurin beim DFF. In dieser Funktion dreht sie einige Künstlerporträts.
In den 1980er Jahren zieht sich Christine Laszar nach einer Erkrankung aus dem öffentlichen Leben zurück.
Die Ausstattung dieser Personseite wurde durch die DEFA-Stiftung gefördert.


