Anton Weber

Anton Weber

Weitere Namen: Toni Weber (Weiterer Name)
Regie, Drehbuch, Kamera, Bauten, Schnitt, Sonstiges
*30.08.1904 Bollschweil bei Freiburg im Breisgau; †04.06.1979 Fréland, Elsass, Frankreich

Biografie

Anton Weber, geboren am 30. August 1904 in Bollschweil bei Freiburg. Seine Familie zieht nach Ettlingen in der Nähe von Karlsruhe, wo der Vater Wilhelm Anton Weber eine Fabrik für Küchenherde leitet.

In Karlsruhe tritt Weber an der Badischen Landeskunstschule ein Studium der Malerei an. Weber studiert bei Karl Hubbuch und ist Mitbegründer sowie ständiges Redaktionsmitglied der Künstlerzeitschrift "ZAKPO". Er fertigt erste Fotoaufnahmen, u.a. gemeinsam mit der Kommilitonin Marta Kuhn, die Weber 1931 heiratet.

1933 zieht Weber nach Berlin und beginnt dort eine Ausbildung bei dem renommierten Filmarchitekten Robert Herlth. Von 1936 – 1945 zeichnet Weber für die Bauten zahlreicher Ufa- Produktionen verantwortlich, u.a. für Detlef Siercks Melodram "La Habanera" mit Zarah Leander und die berüchtigten NS-Propagandafilme "Stukas" und "Germanin". Des weiteren entwirft Weber auch die Kulissen für Helmut Käutners naturalistisches Drama "Unter den Brücken", das erst nach Kriegsende uraufgeführt wird.

Nach seiner Mitarbeit im technischen Stab von Käutners "In jenen Tagen" in Hamburg übernimmt er 1948 die Anteile von Wolfgang Wehrum und Günther Anders an der "Arbeitsgemeinschaft Film GmbH" (Freiburg), die aber bereits 1949 nach zwei Spielfilmen und einem
Kurz-Dokumentarfilm zahlungsunfähig wird. Deren Nachfolge-Firma " E.E.A. Krafft Film" (Freiburg) produziert und synchronisiert dann in den 1950/60er Jahren nur noch Kulturfilme.

Weber, der sich auch als Autor von Hörspielen betätigt (oft unter Pseudonymen, z.B. Martin Joseph und Jan Ungefug), beginnt in den 1960er Jahren eine intensive künstlerische Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Edith Lechtape. 1965 zieht er in Bauernhaus in den elsässischen Vogesen, wo er unter dem Künstlernamen Antoine Weber neue photographische Konzepte entwickelt. Gemeinsam mit Lechtape firmiert er unter dem Namen "laboratoire imagier", und ab Mitte der 1970er Jahre werden ihre experimentellen und oft aufsehenerregenden Arbeiten Gegenstand verschiedener Ausstellungen.

Am 4. Juni 1979 verstirbt Anton Weber nach langem Krebsleiden im elsässischen Fréland. Seine Partnerin Edith Lechtape setzt die gemeinsame künstlerische Arbeit bis zu ihrem Tod im Jahr 2001 fort. Der künstlerische Nachlass von beiden wird von dem Publizisten Hans-Jürgen Tast (Schellerten) betreut.

Filmografie

1962/1963 Aufbau der Illusionen
Regie, Drehbuch, Schnitt
 
1961/1962 Ein Sommernachmittag
Regie, Drehbuch
 
1961 Altes Eisen
Regie, Drehbuch
 
1960 Von Kopf zu Kopf
Regie, Drehbuch
 
1958 Abenteuerliche Reise
Regie, Schnitt
 
1955 Schiler und Goethe kommen leider nicht drin vor
Regie, Drehbuch, Schnitt
 
1950/1951 Im Zauberland der Liebe
Regie
 
1950-1952 Wasser, Mythos eines Elementes
Regie, Kamera, Schnitt
 
1949 Nach Regen scheint Sonne
Drehbuch
 
1944/1945 Unter den Brücken
Bauten
 
1944/1945 Erzieherin gesucht
Bauten
 
1944/1945 Das Leben geht weiter
Bauten
 
1943/1944 Junge Herzen
Bauten
 
1943/1944 Jan und die Schwindlerin
Bauten
 
1943/1944 Ein fröhliches Haus
Bauten
 
1942/1943 Germanin
Bauten
 
1940/1941 Stukas
Bauten
 
1940 Mädchen im Vorzimmer
Bauten
 
1939 Heimatland
Bauten
 
1939 Der Stammbaum des Dr. Pistorius
Bauten
 
1939 Kongo-Express
Bauten
 
1938/1939 Le récif de corail
Bauten
 
1938 Adrienne Lecouvreur
Bauten
 
1938 Kautschuk
Bauten
 
1937 La Habanera
Bauten
 
1936/1937 Ball im Metropol
Bauten
 
1936 Savoy-Hotel 217
 
1936 Unter heißem Himmel
 
1936 Drei Mäderl um Schubert
 
1935/1936 Hans im Glück
 
1935 Königswalzer
 
1935 Das Mädchen Johanna
 
1935 Amphitryon
 
1935 Valse royale
 
1934/1935 Barcarole
 
1934 Prinzessin Turandot
 
1934 Ein Mann will nach Deutschland
Sonstiges
 

Übersicht

Materialien

Literatur

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