Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Musik
Darsteller
- Theo Bretterer
- Gabi
- Sandra
- Rudi
- Alix
- Hannes
- Trude
- Thomas
- Lena
- Friedrich
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Szenenbild
Maske
Kostüme
Casting
Musik
Darsteller
- Theo Bretterer
- Gabi
- Sandra
- Rudi
- Alix
- Hannes
- Trude
- Thomas
- Lena
- Friedrich
- Claudia
- Stevie
Produktionsfirma
Produzent
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Format:
35mm
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:
TV-Erstsendung (AT): 29.12.2008, ORF
Titel
- Originaltitel (AT DE) Und ewig schweigen die Männer
- Arbeitstitel (AT) Der Märchenprinz
Fassungen
Original
Format:
35mm
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Aufführung:
TV-Erstsendung (AT): 29.12.2008, ORF
Kommentare
Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!
Jetzt anmelden oder registrieren und Kommentar schreiben.
„Ich kann so nicht mehr weiter“: Theo ist eher der Typ wortkarger Bürokrat, weshalb seine Gattin Gabi aus allen Wolken fällt, als sich der sonst so Schweigsame ausgerechnet an seinem 51. Geburtstag zu einer – jedenfalls für seine Verhältnisse – regelrechten Ansprache aufschwingt. Was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass Tochter Alix verkündet hat, schwanger zu sein – und Theo sich ein Dasein als Großvater einfach nicht vorstellen kann.
Da hat, von ihrer besten Freundin Claudia gecoacht, die 24-jährige Bardame Sandra leichtes Spiel, sich den von Torschlusspanik ergriffenen Theo unter den Nagel zu reißen. Dabei wäre die Blondine eher etwas für Stevie, und das keineswegs nur altersmäßig.
„Feine Dame“, „Happy Hour“, „Lamorte“, „O Palmenbaum“, „Single Bells“: Ulli Schwarzenberger, die eigentlich Ulrike heißt und nicht nur die bevorzugte Drehbuchautorin, sondern auch die Ehefrau des österreichischen Erfolgsregisseurs Xaver Schwarzenberger ist, hat mit „Und ewig schweigen die Männer“ eine Komödie über das angeblich starke und doch, wenn es darum geht, Probleme zu benennen, plötzlich ganz schwache, also: männliche Geschlecht gedreht.
Und damit, ganz im Gegensatz zu Woody Allens ständig brabbelnden Stadtneurotikern, eindrucksvoll belegt, woran es liegt, dass es nicht klappen kann zwischen Männern und Frauen: Weil Männer nur reden, wenn sie unter sich sind, in der Sauna, beim Bier am Stammtisch, auf der Tribüne des Fußballstadions. Und das nur über Frauen, aber keineswegs mit ihnen. Und über diese so brennend interessierenden Themen wie Sehnsüchte, Ängste, Sorgen und Nöte des Alltags schon gar nicht.
Was übrigens keine Frage des Alters ist: Auch die Großeltern Lena und Friedrich sind geschieden: Gelegenheit zu herrlichen szenischen Petitessen dieses außergewöhnlichen Paares auch im richtigen Leben. Bei Ulli Schwarzenberger redet nur einer – und das sehr mühsam, denn Gabis Jugendfreund Rudi (der Musiker Ludwig Hirsch glänzt in einer Underdog-Rolle) ist ein Stotterer. Aber er versucht wenigstens – und das immer wieder unverdrossen – die zunächst völlig hilflose, in ihrem Schmerz geradezu rasend Verzweifelte wieder aufzurichten. Dabei ist die so bedingungslos Liebende und daher vorbehaltlos Verzeihende eigentlich eine taffe Geschäftsfrau. Die 89-minütige TV-Komödie ist am 29. Dezember 2008 im ORF uraufgeführt und am 20. Mai 2005 erstmals in Deutschland ausgestrahlt worden.
Pitt Herrmann