Festival des deutschen Films verleiht Sandra Hüller und Otto Sander Preis für Schauspielkunst

15.05.2012 | 12:54 Uhr

Festival des deutschen Films verleiht Sandra Hüller und Otto Sander Preis für Schauspielkunst

Beim 8. Festival des deutschen Films, das vom 14. bis 26. Juni 2012 auf der Parkinsel Ludwigshafen stattfindet, werden Sandra Hüller und Otto Sander mit dem "Preis für Schauspielkunst" ausgezeichnet.

Sandra Hüller hatte nach ihrem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und einigen Theaterengagements den ersten großen Erfolg als Michaela Klinger in Hans-Christian Schmids Exorzismusdrama "Requiem". Für diese schwierige Rolle, die sie authentisch meisterte, wurde sie mit einem Silbernen Bär bei der Berlinale und einem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Auch in "Madonnen" von Maria Speth, der 2007 beim Festival des deutschen Films gezeigt wurde, glänzte Sandra Hüller mit ungebrochener Darstellungskraft als dysfunktionale Mutter von vier Kindern. 2011 waren zwei Filme von Sandra Hüller im Programm des Festivals des deutschen Films; sie erhielt von der Jury eine Auszeichnnung für ihre besondere schauspielerische Einzelleistung in den Filmen "Brownian Movement" und "Über uns das All". Für "Über uns das All", in dem sie auf brillante Art und Weise die exzentrische Zerrissenheit einer Trauernden darstellte, war sie 2012 auch für den Deutschen Filmpreis nominiert. Sandra Hüller scheut sich nicht vor sperrigen Rollen: "Viel mehr interessiert mich der Riss – nicht das Perfekte. Ich glaube nicht an Perfektion, weder beim Menschen selbst noch in der Darstellung."

Sandra Hüller nimmt den Preis am 17. Juni 2012 persönlich in Ludwigshafen entgegen. Die Laudatio hält Festivaldirektor Dr. Michael Kötz, im Anschluss folgt ein Gespräch mit Sandra Hüller auf der Festivalbühne. Danach wird der Film "Über uns das All" von Jan Schomburg gezeigt.

Am 20. Juni 2012 erhält Otto Sander ebenfalls den Schauspielpreis des Festivals des deutschen Films. In über 120 Filmen, die er mit Regisseuren wie Eric Rohmer, Volker Schlöndorff und Werner Schroeter für Kino und Fernsehen drehte, entwickelte eine ganz besondere Präsenz auf der Leinwand. "Es macht mir eben Spaß, mit möglichst wenig viel zu sagen." Als Meister des "einfach nur Dastehens" beherrscht er die Klaviatur der kleinen Gesten wie kein zweiter: "Ein Schauspieler darf nur andeuten. Den Sinn, den macht der Zuschauer sich selber," sagt er in einem Gespräch.

2003 war er bereits einmal beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg und präsentierte seinen Film "Donau, Duna, Dunaj, Dunav, Dunarea", in dem er einen Flussschiffkapitän spielte. Beim Festival des deutschen Films 2012 ist er in "Bis zum Horizont, dann links!" zu sehen, einer mutigen Komödie von Bernd Böhlich mit deutscher Starbesetzung, in der Otto Sander die Entführung eines Seniorenheims im Passagierflugzeug heldenhaft in die Hand nimmt.

Otto Sander nimmt den Preis am 20. Juni 2012 persönlich entgegen. Im Anschluss an die Laudatio folgt ein Bühnengespräch mit dem Schauspieler. Danach wird der Film "Bis zum Horizont, dann links!" gezeigt.

Das Festival vergibt den Preis für Schauspielkunst jedes Jahr an herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler, die Gelegenheit hatten, Charakter und Persönlichkeit zu zeigen im deutschen Film. In den vergangenen Jahren wurden Andrea Sawatzki, Moritz Bleibtreu, Hannelore Elsner, Nina Hoss, Devid Striesow, Klaus Maria Brandauer, Katja Riemann und Hanna Schygulla mit diesem Preis geehrt.

Der jährlich vergebene "Filmkunstpreis" ist mit 50.000 Euro dotiert und wird an die beste deutsche Filmproduktion – unabhängig ob für Kino, Fernsehen oder digitalen Vertrieb – vergeben. Premiumsponsor ist BASF SE, die das Festival des deutschen Films als ein Projekt der Kulturvision 2015 der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH 2005 mit initiiert hat. Mitgetragen wird das Festival von der Stadt Ludwigshafen und dem Land Rheinland-Pfalz. Hauptsponsor sind die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL), weitere Sponsoren die Sparkasse Vorderpfalz, die GAG Ludwigshafen am Rhein und das Klinikum Ludwigshafen.

Quelle: www.fflu.de

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