Ulrich Seidl-Filmreihe im Deutschen Filmmuseum

30.04.2013 | 16:02 Uhr

Ulrich Seidl-Filmreihe im Deutschen Filmmuseum

Vom 2. bis 28. Mai 2013 zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums Frankfurt insgesamt 14 Filme des österreichischen Filmemachers Ulrich Seidl.

Ulrich Seidl setzt sich seit mehr als 30 Jahren sehr persönlich mit der Befindlichkeit seiner österreichischen Heimat auseinander. Mit seiner "Paradies"-Trilogie gelang ihm ein veritabler Coup: Es gelang ihm, die einzelnen Teile nacheinander in Cannes, Venedig und Berlin uraufzuführen. Diesen künstlerischen wie rezeptiven Höhepunkt in Seidls bisheriger Karriere würdigt eine Retrospektive, die alle seine für das Kino produzierten, teilweise ausgesprochen selten zu sehenden Filme versammelt. Am Dienstag, 28. Mai, wird Ulrich Seidl im Deutschen Filmmuseum zu Gast sein. Er wird den dritten Teil der Paradies-Trilogie, "Hoffnung", vorstellen.

Donnerstag, 2. Mai, 18 Uhr
"Einsvierzig" Österreich 1980. R: Ulrich Seidl. 16 Min. Digi-Beta
"Der Ball" Österreich 1982. R: Ulrich Seidl. 50 Min. 16mm
"Brüder, lasst uns lustig sein" Österreich 2006. 1 Min. 35mm
Drei sehr unterschiedliche Kurzfilme Seidls aus seiner frühen Schaffensphase.

Freitag, 3. Mai, 20 Uhr
"Good News"
Österreich 1990. R: Ulrich Seidl. Dokumentarfilm. 130 Min. 35mm
"Good News" dokumentiert das Leben von Zeitungsverkäufern, sogenannter Kolporteure, dem Seidl in dialektischem Kontrast die Welt der Zeitungsleser in den gemütlich-bieder eingerichteten österreichischen Wohnzimmern entgegenhält.

Donnerstag, 9. Mai, 18 Uhr
"Mit Verlust ist zu rechnen"
Österreich 1992. R: Ulrich Seidl. 118 Min. 35mm. OmU
Der Witwer Sepp lebt in einem kleinen österreichischen Dorf nahe der Grenze zu Tschechien und hält mit einem Fernrohr Ausschau nach einer Frau.

Freitag, 10. Mai, 20:30 Uhr
"Tierische Liebe"
Österreich 1995. R: Ulrich Seidl. Dokumentarfilm. 114 Min. 35mm. OmU
"Tierische Liebe" handelt von Menschen aus Wien, die Tiere zu Lebensgefährten, Bettgenossen und Ansprechpartnern ausgewählt haben.

Sonntag, 12. Mai, 17:30 Uhr
"Models"
Österreich 1998. R: Ulrich Seidl. 118 Min. 35mm
Vivian, Lisa und Tanja verdienen ihren Lebensunterhalt als Models. Ihr beruflicher Alltag besteht dabei hauptsächlich aus erniedrigenden Castings, Erbrechen, Sex aus Karriereerwägungen und Drogen.

Donnerstag, 16. Mai, 18 Uhr und Donnerstag, 30. Mai, 17:30 Uhr
"Hundstage"
Österreich 2001. R: Ulrich Seidl. 121 Min. 35mm
In sechs episodischen Geschichten erzählt Seidls erster offizieller Spielfilm von alltäglicher Aggression, Einsamkeit und Sprachlosigkeit.

Freitag, 17. Mai, 18 Uhr
"Zur Lage"
Österreich 2002. R: Barbara Albert, Michael Glawogger, Ulrich Seidl, Michael Sturminger. Dokumentarfilm. 85 Min. 35mm
Das als "Widerstandsfilm" (Seidl) angelegte Projekt sollte Stimmungsbilder der Bürger einholen, mit besonderem Augenmerk auf latenten und offenen (Alltags-)Rassismus.

Sonntag, 19. Mai, 18 Uhr
"Jesus, du weißt"
Österreich 2003. R: Ulrich Seidl. Dokumentarfilm. 87 Min. 35mm
Anhand von sechs tief in ihren Glauben versunkenen Menschen wird ein umfassendes Bild privater Religionsausübung gezeichnet.

Dienstag, 21. Mai, 20 Uhr und Freitag, 31. Mai, 20:15 Uhr
"Import/Export"
Österreich 2007. R: Ulrich Seidl. 135 Min. 35mm. OmU
Während Olga in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus der Ukraine nach Österreich reist, schließt sich Paul seinem Stiefvater an, der sein Geld mit dem Aufstellen von Spielautomaten in der Ukraine verdient.

Freitag, 24. Mai, 20:15 Uhr und Sonntag, 26. Mai, 18:15 Uhr
"Paradies: Liebe"
Ö/DE/FR 2012. R: Ulrich Seidl. 120 Min. 35mm. dt./engl./suahel. OF
Zu Beginn des ersten Teils der "Paradies"-Trilogie reist die 50-jährige Alleinerziehende Teresa in den Urlaub nach Kenia, wo sie auf Landsfrauen trifft, die das gleiche Ziel verfolgen, nämlich sexuelle Erfüllung in den Armen der einheimischen Beachboys.

Sonntag, 26. Mai, 20:30 Uhr
"Paradies: Glaube"
Österreich/Deutschland/Frankreich 2012. R: Ulrich Seidl. 113 Min. 35mm
Im Mittelpunkt des zweiten Teils der "Paradies"-Trilogie, der beim Filmfestival in Venedig den Spezialpreis der Jury gewann, steht Anna Maria. Abseits ihrer Arbeit als Krankenschwester zieht sie mit einer Wandermuttergottes-Statue umher, um Menschen zum Katholizismus zu bekehren.

Sonntag, 28. Mai, 20 Uhr
"Paradies: Hoffnung"
Österreich/Deutschland/Frankreich 2012. R: Ulrich Seidl. 91 Min. 35mm
Teresas pubertierende Tochter Melanie verbringt ihre Sommerferien in einem streng geführten Diätcamp. Der Abschluss der Trilogie setzt sich ernsthaft mit den Träumen und Wünschen der jungen Protagonistin auseinander.
Im Anschluss diskutiert Daniel Kothenschulte mit Ulrich Seidl

Quelle: Deutsches Filmmuseum

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