Tagung zu "100 Jahre Ufa" in Berlin

07.11.2017 | 12:58 Uhr

Tagung zu "100 Jahre Ufa" in Berlin

Anlässlich des 100. Jubiläums der Gründung der Ufa im Jahr 1917 veranstalten CineGraph Babelsberg e.V. und das Zeughauskino vom 8. bis 10. Dezember eine internationale Tagung im Deutschen Historischen Museum Berlin.

Die von Jürgen Kasten, Ursula von Keitz und Philipp Stiasny für CineGraph Babelsberg e.V. organisierte Tagung wird die Historie der Ufa aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten. Die Bandbreite der Vorträge reicht von "Die Ufa und das System der Auftragsproduktion" über "Der Ausschluss der jüdischen Filmschaffenden aus der Ufa und das Filmexil" und "Die Kooperation der Ufa mit dem faschistischen Italien" bis zu "Die Special Effects-Abteilung der Ufa" und "Die Ufa-Connection: Alfred Hitchcock in Babelsberg" – um nur ein paar Veranstaltungen zu nennen.

Die Universum-Film AG (Ufa) wurde am 18.12.1917 auf Betreiben der militärischen Führung in Berlin gegründet. Das geheime Ziel bestand darin, die Anstrengungen des Kaiserreichs auf dem Gebiet der psychologischen Kriegsführung im Ersten Weltkrieg zu unterstützen. Doch es kam anders. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich ein moderner, stark expandierender und auch international ausgerichteter Medienkonzern, der in allen Bereichen der Filmindustrie tätig war. Die Ufa wurde bald zu einer "Marke" von Weltruf, für die Regisseure wie Fritz Lang und Josef von Sternberg sowie Stars wie Lilian Harvey und Willy Fritsch arbeiteten. Sie beschäftigte die einfallsreichsten Techniker und mit Erich Pommer einen Produzenten mit künstlerischer Vision.

Unter den Nationalsozialisten folgte die Anpassung an das Regime und die Entlassung aller jüdischen Mitarbeiter, später die Verstaatlichung und ideologische Indienstnahme durch das Propagandaministerium. Was nach dem Zweiten Weltkrieg von der "Traumfabrik" übrig war, wurde von den Alliierten zerschlagen. Danach war die Ufa weder filmwirtschaftlicher Partner für die Altbranche desdeutschen Films bis 1968 noch für den Neuen Deutschen Film. Erst durch vielfältige Fernsehproduktionsaktivitäten bekam sie erneut medienwirtschaftliche Bedeutung.

Der Eintritt zur Tagung ist frei (Abendprogramm mit Filmvorführungen: 5 Euro).
Um Anmeldung wird bis 1.12.2017 gebeten an: zeughauskino@dhm.de.

Weitere Infos unter:
www.dhm.de/zeughauskino/filmreihen/100-jahre-ufa.html
(Für das Gesamtprogramm im letzten Textabsatz auf das Wort "Konferenz" klicken)

"Die Geschichte der Ufa" auf filmportal.de:
www.filmportal.de/thema/traumfabrik-und-staatskonzern-die-geschichte-der-ufa

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