Startschuss für die 44. Internationalen Hofer Filmtage

26.10.2010 | 11:41 Uhr

Startschuss für die 44. Internationalen Hofer Filmtage

Mit dem Film "Das Lied in mir" von Florian Cossen mit Jessica Schwarz und Michael Gwisdek in den Hauptrollen werden heute die 44. Internationalen Hofer Filmtage eröffnet, die bis zum 31.10. wieder zahlreiche vor allem deutsche Produktionen präsentieren.

Aus mehr als 2.500 Einreichungen hat Festivalleiter Heinz Badewitz ca. 120 Kurz- und Langfilme ausgewählt, die das herbstliche Produktionsvolumen aus dem In- und Ausland widerspiegeln. Viele der jungen Nachwuchstalente demonstrieren ihre ersten filmischen Versuche in Kurzfilmen oder präsentieren ihre ersten langen Filme.

In diesem Jahr begehen die Internationalen Hofer Filmtage nicht nur ihr 44. Festival, sondern feiern auch gleichzeitig ein Jubiläum: 40 Jahre "Five Easy Pieces" ("Ein Mann sucht sich selbst") von Bob Rafelson, dem die diesjährige Retrospektive gewidmet ist. Er wird sie persönlich vor Ort präsentieren.

Unter den deutschen Produktionen sind u.a. zu sehen: "Satte Farben vor Schwarz" von Sophie Heldmann mit Senta Berger und Bruno Ganz als Ehepaar, das seit fast 50 Jahren verheiratet ist und am Scheidepunkt ihrer Beziehung steht. Mit "Krankheit der Jugend" begibt sich Dieter Berner auf ein Experiment. Sieben Studenten der Abschlussklasse Schauspiel der HFF "Konrad Wolf" sind die eigentlichen Schöpfer der szenischen Vorlage zu seinem Film und der Figuren, die in einer WG in einer Villa in Berlin zwischen Studium, Party und verwirrten Beziehungsgeschichten pendeln. Mit "Der Mann, der über Autos sprang" von Nick Baker-Monteys gibt es ein Widersehen mit Robert Stadlober als weltfremder Julian, der eine Mission erfüllen will, aber dann Ju (Jessica Schwarz) begegnet. Isabel Stever präsentiert "Glückliche Fügung" nach einer Kurzgeschichte von Anke Stelling. Ayse Polat erzählt mit "Luks Glück" wie eine türkische Familie den Jackpot knackt und ihr Glück sucht.

Chris Kraus zeigt seinen neuen Film "Poll". Die 14-jährige Oda von Siering kehrt 1914 nach dem Tod ihrer Mutter auf das entlegene Gut Poll der Familie an der baltischen Ostseeküste zurück, ohne sich richtig zu Hause zu fühlen. Als sie sich heimlich um einen verletzten estnischen Verwundeten kümmert, kann das fatale Folgen für die Familie bedeuten.

12 deutsche Dokumentarfilme hat Heinz Badewitz nach Hof eingeladen, darunter Filme mit Themen über religiöse Pilger, "3 Frauen für Toni", über Kinderwelten in "7 oder Warum ich auf der Welt bin", über die schwierige Diskussion um einen entlassenen Straftäter in "Auf Teufel komm raus" und bis zu den Hoffnungen von Pia und David in "Das eine zieht das andere so nach", in dem ein traumatisierter US-Deserteur aus dem Irak versucht mit seiner Frau zu einem normalen Leben zurückzufinden. Der Film "Feindberührung" führt zurück in die DDR vor 30 Jahren. Auch Wolle Ettlich zeigt mit "Die Neumanns – Eine Familiengeschichte über 30 Jahre" eine Geschichte aus dem ehemaligen Osten.

Stanislaw Mucha führt in die Welt der Vampire und begibt sich auf eine Reise nach Rumänien mit "Die Wahrheit über Dracula". Silvia Beck portraitiert mit "Nyman in Progress" den Künstler und Musiker Michael Nyman, einer der großen Komponisten unserer Zeit, der vor allem durch seine Arbeiten für Peter Greenaway und Jane Campions "Das Piano" bekannt wurde. "Ich koch!" von Bettina Timm erzählt von zwei Kochlehrlingen, die davon träumen Sterneköche zu werden. Julian Benedikt geht in "Longing for Beauty – Sehnsucht nach Schönheit" dem Wesen und der Bedeutung von Schönheit in unserer heutigen Gesellschaft nach.

Traditionell wird auch in diesem Jahr der Filmpreis der Stadt Hof vergeben, wie auch der Förderpreis Deutscher Film von HypoVereinsbank, Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk für Leistungen "hinter der Kamera" und der Eastman Förderpreis von Kodak GmbH für Nachwuchstalente; ferner der Preis für das beste Szenenbild, der vom Berufsverband der Szenenbildner, Filmarchitekten und Kostümbildner e.V. (S/F/K), dem "Szenenbild Studiengang" der Filmakademie Ludwigsburg und dem "Szenografie Studiengang" der HFF Potsdam-Babelsberg vergeben wird.

Weitere Informationen: www.hofer-filmtage.com