Staatsministerin Monika Grütters fördert Spielfilmvorhaben mit rund 2,9 Millionen Euro

10.04.2017 | 16:07 Uhr

Staatsministerin Monika Grütters fördert Spielfilmvorhaben mit rund 2,9 Millionen Euro

Am 3. April 2017 fand die Sitzung der Jury für Spielfilmförderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien statt.

Aus insgesamt 30 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung wurden 6 programmfüllende Filmvorhaben und aus 32 Anträgen auf Drehbuchförderung ebenfalls 6 Stoffe durch die Jury zur kulturellen Filmförderung vorgeschlagen.

Den Empfehlungen der unabhängigen Jury folgend, fördert Staatsministerin Monika Grütters die nachfolgend genannten programmfüllenden Spielfilmvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 2.930.000 Euro.

Produktionsförderung:

"Wackersdorf", Produktionsfirma: if… Productions e. K., München, Autoren: Gernot Krää, Oliver Haffner, Regisseur: Oliver Haffner.
Fördersumme: 450.000 Euro.
Inhalt: Ein zutiefst bürgerlicher Lokalpolitiker, der seine Karriere und seine persönliche Zukunft aus Spiel setzt, weil er kompromisslos für Recht und Gerechtigkeit kämpft, dabei zwischen alle Fronten gerät, schließlich als Held gefeiert und als Staatsfeind verfolgt wird.

"Gundermann", Produktionsfirma: Pandora Film Produktion GmbH, Köln, Autorin: Laila Stieler, Regisseur: Andreas Dresen.
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Ein guter Arbeiter will er sein, ein toller Ehemann, ein fürsorglicher Vater, Künstler, Clown, Politiker - er ist alles zugleich. Gerhard Gundermann ist Held und Antiheld, ein ständiger Widerspruch, eine schillernde Figur, typisch für die DDR - und auch wieder nicht.

"Der Papagei", Produktionsfirma: Olga FilmGmbH, München, Autorin/Regisseurin: Doris Dörrie.
Fördersumme: 500.000 Euro.
Inhalt: Nach dem Tod des Vaters versorgt der schüchterne Bülent rührend seine halberblindete Mutter. Er würde am liebsten immer weiter bei ihr leben, um nicht seine komplizierte deutschtürkische, religiöse und sexuelle Identität erforschen zu müssen. Tante Emine ist überzeugt, dass er sein eigenes Leben finden muss…

"Systemsprenger", Produktionsfirma: kineo Filmproduktion Peter Hartwig, Potsdam-Babelsberg, Autorin/Regisseurin: Nora Fingscheidt.
Fördersumme: 400.000 Euro.
Inhalt: Benni (9) heißt eigentlich Bernadette. Aber wehe, jemand nennt sie so! Das zarte Mädchen mit der wilden Energie ist das, was man im Jugendamt einen "Systemsprenger" nennt. Wo sie hinkommt, fliegt sie wieder raus - und legt es auch darauf an. Denn Benni will nur eins: wieder bei Mama wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer eigenen Tochter.

"Der Fahrer", Produktionsfirma: 23/5 Filmproduktion GmbH, Berlin, Autorin/Regisseurin: Josephine Frydetzki.
Fördersumme: 300.000 Euro.
Inhalt: Daniel, Mitte 20, arbeitet nach seinem Studium als Fahrer für einen arabischen Clan, der den Sommer am Bodensee verbringt. Er nennt es Übergang. Im Rückspiegel Naadirah, eine arabische Prinzessin. Eine, die er nicht haben kann.

"Berlin Alexanderplatz", Produktionsfirma: Sommerhaus Filmproduktion GmbH, Ludwigsburg, Autoren: Martin Behnke, Burhan Qurbani, Regisseur: Burhan Qurbani.
Fördersumme: 600.000 Euro.
Inhalt: "Berlin Alexanderplatz" ist eine Neuinterpretation des weltberühmten Romans von Alfred Döblin. Der Film versetzt die Geschichte in das heutige Berlin und ist in der afrikanischen Community der Stadt angesiedelt.

Drehbuchförderung:

"Die erste Deutsche", Autor: Alexander Riedel, München.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Valentina ist mit ihrer Familie vor Jahren nach Deutschland gekommen. Heute macht die junge Kosovarin eine Ausbildung zur Pflegerin und betreut einen alten Schlagersänger. Sie bekommt als erste ihrer Familie die deutsche Staatsbürgerschaft, doch mit ihrem neuen Status wird sie plötzlich sehr interessant als Heiratskandidatin im Heimatdorf ihrer Mutter. Auch der alte Schlagersänger will sie finanziell an sich binden. Sie will ihm helfen und doch nicht zu sehr in seine Abhängigkeit geraten.

"Männer über Bord", Autor: Andreas Linke, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Zwei völlig unterschiedliche Männer verstricken sich in einem wendungsreichen Wettstreit darum, wer von ihnen beiden der bessere Vater ist. Während sie versuchen, ihrem eigenen überladenen Selbstbild gerecht zu werden, geraten sie dabei mit ihren Söhnen unfreiwillig in ein echtes Abenteuer.

"Geborgtes Weiß", Autorin: Karin Kaci, Köln.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Marta (44) hat sich mit ihrem Sohn (5) in Rudolfs (56) urige Höhle zurückgezogen: ein Gehöft in der Eifel, das von geerbtem Wohlstand zeugt. Ein eingespieltes Team - bis sich der osteuropäische Tagelöhner Vadim (28) in ihrem Leben einnistet. Er will auch ein Stück vom Kuchen haben - wissend, dass auch andere sich einfach nahmen, was sie wollten.

"Platz an der Sonne", Autorin: Ruth Rehmet, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: In Deutsch-Südwestafrika verlieben sich am Vorabend des Herero-Aufstandes die deutsche Missionarstochter Elise und Herero-Missionslehrer David ineinander. Eine unmögliche Liebe, die zwar ein verbotenes Kind hervorbringt, aber an Krieg und Konventionen scheitert und die Liebenden in Tod und Wahnsinn treibt.

"Blutsauger", Autor: Julian Radlmaier, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Die deutsche Ostseeküste im Jahre 1929: Der exilierte sowjetische Schauspieler Ljowuschka findet als Baron getarnt Unterschlupf bei der schönen und unverschämt reichen Erbin Octavia von Flambow-Jansen, die die Sommermonate mit ihrem Kammerdiener Jakob am Meer verbringt, während ein Vampir an der Küste sein Unwesen treibt.

"Der Darkroom Mörder", Autor: Rosa von Praunheim, Berlin.
Fördersumme: 30.000 Euro.
Inhalt: Die Gerichtsreporterin Uta Eisenhardt recherchiert den Fall des sogenannten "Darkroom Mörders" Dirk Palm. Mit der Partydroge GBL hat er drei Männer umgebracht, zwei weitere Männer überlebten nur knapp. Der Film wird Uta Eisenhardt porträtieren, sie bei den Recherchen zum Fall begleiten und die Geschichte des Mörders erzählen.

Der Jury Spielfilm gehörten für die Sitzung am 3. April 2017 an:
Bettina Brokemper (Produzentin, Köln), Natja Brunckhorst (Autorin und Schauspielerin, München), Julia von Heinz (Autorin, Regisseurin, Produzentin, Herrsching), Michael Meyns (Filmkritiker und -journalist, Berlin) und Linda Söffker (Berlinale, Leitung Perspektive Deutsches Kino, Berlin).

Der nächste Einreichtermin für Drehbuch- und Produktionsförderung Spielfilm ist der 2. Mai 2017.
Die aktuellen Filmförderungsrichtlinien, Antragsformulare und Merkblätter sind im Internet unter www.kulturstaatsministerin.de/filmfoerderung abrufbar.

Quelle: www.kulturstaatsministerin.de

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