Retrospektive der Kölner Gruppe im Zeughauskino

05.09.2017 | 11:17 Uhr

Retrospektive der Kölner Gruppe im Zeughauskino

Vom 14. bis 19. September 2017 präsentiert das Zeughauskino in Berlin die bisher vielleicht umfangreichste Retrospektive der Filme der Kölner Gruppe – in Anwesenheit von Bernhard Marsch, Markus Mischkowski, Rainer Knepperges, Kai Maria Steinkühler, Christian Mrasek, Jukka Schmidt und vielen weiteren Gästen.

Am Eröffnungsabend hält Peter Nau, ein intimer Kenner der Kölner Gruppe, eine Einführung.

"In Köln, der traditionellen Fernsehstadt, gibt es eine kleine, feine Filmszene, die durchaus als Hoffnung für das deutsche Kino gelten kann", schreibt Hans Schifferle 1997 in der Süddeutschen Zeitung. Im selben Jahr taucht auch erstmals eine Bezeichnung für diese "feine Filmszene" auf: Kölner Gruppe. Das Zeughauskino präsentiert vom 14. bis 19. September 2017 die bisher vielleicht umfangreichste Retrospektive der Filme der Kölner Gruppe. In Anwesenheit zahlreicher Regisseure sind zwei Kurzfilmprogramme sowie fünf abendfüllende Spielfilme inklusive Vorprogramm zu sehen.

Entstanden ist die Kölner Gruppe im Umfeld des Filmclub 813, aus dem Geist gelebter Cinephilie. Zusammengehalten wird sie bis heute durch eine geteilte Vorliebe für Improvisation und Musik, Komödien und Roadmovies. So versammelt das Kurzfilmprogramm "Wie es begann …" am 14. September mal locker aus dem Ärmel geschüttelte Alltagsminiaturen ("Junge Hunde"), mal ohrwurmtauglich durchkomponierte Konzeptkunst ("Liebe ist Geschmackssache"), mal ganz was anderes ("China, Mexiko").

Lange war die Kölner Gruppe ein reines Kurzfilmphänomen, seit 2001 ist jedoch auch eine Reihe von Langfilmen entstanden, zumeist abseits oder bestenfalls am Rande der deutschen Filmfördersysteme: "Westend" (2001) und die 14 Jahre später entstandene Fortsetzung "Weiße Ritter", die Entführungskomödie "Die Quereinsteigerinnen" (2005), das Stück Freestyle-Kino "Hans Dampf" (2013) und die Meta-Sommerkomödie "Worst Case Scenario" (2014) – allesamt zu sehen im Rahmen der Retrospektive.

Die Reihe zur Kölner Gruppe wird als Teil des Projekts "Lachende Erben" präsentiert, das sich bereits seit Anfang 2016 auf die Suche begibt nach den kleineren und größeren Inseln des Humors in der deutschen Filmgeschichte.

Quelle und ausführliche Informationen: www.dhm.de/zeughauskino/filmreihen/lachende-erben-koelner-gruppe.html

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