In eigener Sache: Zehn Jahre filmportal.de – eine Dekade online für den Deutschen Film

10.02.2015 | 16:00 Uhr

In eigener Sache: Zehn Jahre filmportal.de – eine Dekade online für den Deutschen Film

Sie ist die umfangreichste, nicht-kommerzielle Informationsquelle zum deutschen Film und gilt im In- und Ausland längst als unverzichtbar: Vor genau zehn Jahren, am 11. Februar 2005, ging filmportal.de auf der Berlinale offiziell online.

Wann kam "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" noch mal raus? Wer spielt den Geliebten von Hanna Schygullas Willie Bunterberg in "Lili Marleen"? Wie heißt der Regisseur von "Yella"? "Was man früher im Lexikon nachschlug, erledigt für Millionen Nutzer längst filmportal.de, jedenfalls wenn es um den deutschen Film geht – umfassend, schnell und immer auf dem neuesten Stand", freut sich Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts (DIF), über das von ihr vor ganau zehn Jahren aus der Taufe gehobene Webportal zum deutschen Film. "Öffentlich und kostenfrei bietet filmportal.de von Fachredakteuren gründlich recherchierte, fundierte Informationen, viel Bewegtbild und jede Menge exklusive Inhalte", fasst Dillmann die Alleinstellungsmerkmale des vom DIF herausgegebenen Internetangebots zusammen. Neben dem lexikalischen Service für die Webnutzer sei darüber hinaus auch immer das Ziel gewesen, international die Kenntnis des deutschen Films von seinen Anfängen bis heute zu befördern.

Heute finden Nutzer im Portal ständig aktualisierte Angaben zu mehr als 84.000 deutschen Kinofilmen und fast 188.000 Personen, 5.400 Biografien, 12.000 Inhaltsangaben, mehr als 90.000 Fotografien, rund 6.000 Textmaterialien und gut 2.200 Videos.

Das zehnjährige Bestehen von filmportal.de ist für Claudia Dillmann daher ein Grund zum Feiern und Ansporn für die Zukunft: "Mit bislang 25 Millionen Besuchern und mehr als 90 Millionen Seitenaufrufen ist filmportal.de Ausgangspunkt und Aushängeschild der vielfältigen digitalen Initiativen des Deutschen Filminstituts." Zugleich sei es integraler Bestandteil der europäischen Anstrengungen, das Filmerbe in Zeiten der Digitalisierung zu sichern und zugänglich zu erhalten.

So trägt filmportal.de heute maßgeblich zum EU-Projekt European Film Gateway (EFG) bei, ist intensiv an der entstehenden Deutschen Digitalen Bibliothek beteiligt und arbeitet zusammen mit der Stiftung Deutsche Kinemathek und mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters, am Aufbau eines Bestandskatalogs der überlieferten deutschen Filme in den Archiven. Als maßgebliche Referenzquelle zum deutschen Film ist filmportal.de darüber hinaus ein wichtiger Kooperationspartner für Institutionen wie die Deutsche Filmakademie und das Goethe-Institut und entwickelt kontinuierlich neue Formen der Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Verbänden aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. "Es ergeben sich fortwährend neue Aufgaben für filmportal.de, denen wir uns gemeinsam mit unseren langjährigen Förderern und Partnern gerne stellen", so Claudia Dillmann: "Wir bieten alles zum deutschen Film, und zwar sofort."

Von den Anfängen zur zentralen Plattform
Nach dem Start von filmportal.de während der Berlinale am 11. Februar 2005 waren nicht nur erstmals die wesentlichen Informationen zu allen deutschen Kinoproduktionen online recherchierbar, zugleich eröffnete filmportal.de auch den Zugang zu umfangreichen Text- und Fotomaterialien aus den Archiven verschiedener Filmerbe-Einrichtungen und beleuchtete darüber hinaus entscheidende Epochen wie aktuelle Entwicklungen des Filmschaffens in ausführlichen Themenwelten. Von Beginn an wurden dabei zahlreiche Inhalte ins Englische übersetzt, weshalb filmportal.de heute besondere Bedeutung für die Information über den deutschen Film im Ausland zukommt. Die Erweiterung um Bewegtbildinhalte war der nächste, logische Schritt in dieser Entwicklung, und früh beteiligte sich das Portal an Pilotprojekten, die einen legalen Zugang zu digitalisierten Filmen im Internet ermöglichten. Zudem erfüllt filmportal.de eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen Filmkultur und -wirtschaft und für die Präsentation des deutschen Filmschaffens in seiner Gesamtheit.

Entsprechend haben den Auf- und Ausbau maßgeblich finanziert: die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Filmförderungsanstalt, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Initiative Kultur- & Kreativwirtschaft der Bundesregierung und die Murnau Stiftung.

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