Berlinale 2018: Das sind die 250 Teilnehmer*innen von Berlinale Talents 2018

08.01.2018 | 15:57 Uhr

Berlinale 2018: Das sind die 250 Teilnehmer*innen von Berlinale Talents 2018

50/50, interdisziplinär und vielstimmig: Das Berlinale Talents Team freut sich, vom 17. bis 22. Februar insgesamt 250 Filmschaffende aus 81 Ländern in Berlin begrüßen zu können, davon 128 Frauen und 122 Männer. Sechs Tage lang erhalten sie die Möglichkeit, sich untereinander sowie mit Expert*innen und dem Publikum auszutauschen, den eigenen künstlerischen Standpunkt kritisch zu hinterfragen und ihre Filmprojekte weiter zu entwickeln.

Große künstlerische und handwerkliche Bandbreite

In der Auswahl für 2018 befinden sich unter anderem Angela Guerrero, die mexikanische Verleiherin von Raoul Pecks "I Am Not Your Negro" (Panorama 2017), der chinesische Regisseur Yang Qiu, dessen Kurzfilm "A Gentle Night" bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit einer Goldenen Palme bedacht wurde und Ana Pfaff, die spanische Editorin von Carla Simóns "Estiu 1993", der bei der Berlinale 2017 mit dem GWFF Preis Bester Erstlingsfilm ausgezeichnet wurde. Auch die türkische Schauspielerin Elit Işcan, die eine der Schwestern in Deniz Gamze Ergüvens vielfach ausgezeichnetem "Mustang" verkörperte, kommt zu Berlinale Talents. Viele der eingeladenen Talente stellen sich die Frage nach der eigenen Verantwortung in der Filmindustrie oder befassen sich mit Gleichberechtigung sowie anderen aktuellen politischen Themen. Zu nennen sind beispielsweise die brasilianische Produzentin Marcella Jacques, deren Filme sich Frauen in prekären Verhältnissen widmen, oder die deutsche Regisseurin Leonie Krippendorff ("Looping"), die sich mit Gender-Aspekten und der Verletzlichkeit des Körpers beschäftigt. Außerdem spiegeln zahlreiche Talente den interdisziplinären Charakter von Berlinale Talents wider, zum Beispiel das ägyptische Talent Mohamad El-Hadidi, der erfolgreich in den Metiers Regie, Produktion, Kamera und Fotografie arbeitet.

Prominente Alumni nutzen das kreative Potential der Talentinitiative

So unterschiedlich sie auch sein mögen, für alle 250 Talente bedeutet Berlinale Talents einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer künstlerischen Laufbahn. Durch ihren Aufenthalt in Berlin werden sie Teil des Alumni-Netzwerks, dem auch die beiden Produzent*innen Cait Pansegrouw und Elias Ribeiro sowie der Regisseur des Panorama-Eröffnungsfilms 2017 "Die Wunde" ("The Wound") John Trengove angehören: Der Film wurde 2014 von Trengove bei Berlinale Talents weiterentwickelt, erhielt vom Berlinale World Cinema Fund Produktions- und Verleihförderung und ist nun ein Anwärter auf den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Die aktive Alumni-Community ist inzwischen auf mehr als 5.400 Ehemalige angewachsen, darunter heute bekannte Namen wie Cristian Mungiu, Ana Lily Amirpour, Joachim Trier, Elisabeth Moss und David Lowery. Lowery realisierte unter anderem den jüngst hoch gelobten Film "A Ghost Story". Er erlebte Berlinale Talents als Meilenstein in seiner Karriere: "In Berlin ging es für mich erst so richtig los. Hier habe ich zum ersten Mal Anerkennung für meine Filmprojekte erhalten und meine Karriere kam ins Rollen".

Die Auswahl der 250 Talente von Berlinale Talents 2018

Die ausgewählten Talente teilen sich in folgende Berufsfelder auf: Regie (99), Produktion (52), Schauspiel (13), Drehbuch (10), Kamera (17), Montage (14), Produktionsdesign (11), Weltvertrieb und Verleih (10), Filmmusik (10) und Sounddesign (6). 40 Talente bringen in Project Labs mit Mentor*innenbetreuung ihre Dokumentar-, Spielfilm- und Kurzfilmprojekte voran und acht Filmkritiker*innen nutzen die Talent Press, um neue Wege für den Filmjournalismus zu erarbeiten und praktisch zu erproben. Die Talente sind in der Regel im fünften bis zehnten Jahr ihrer Karriere und verfügen bereits über berufliche Expertise und Festivalerfahrung. Neben den künstlerischen Leistungen gehören auch die lokale Wirkung und inhaltliche Relevanz ihrer Arbeiten in den jeweiligen Herkunftsländern zu den Kriterien, an denen die internationalen Auswahlkomitees ihre Entscheidung festmachen.

Quelle und weitere Informationen: berlinale.de

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