Andres Veiel mit "Beuys" zu Gast im Deutschen Filmmuseum

10.07.2017 | 12:24 Uhr

Andres Veiel mit "Beuys" zu Gast im Deutschen Filmmuseum

In der Veranstaltungsreihe "Was tut sich - im deutschen Film?" wird am kommenden Mittwoch, 12. Juli, um 20.15 Uhr Regisseur Andres Veiel im Kino des Deutschen Filmmuseums Frankfurt seinen aktuellen Film "Beuys" vorstellen, der im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale seine Premiere feierte.

Einmal pro Monat widmet sich die Reihe "Was tut sich - im deutschen Film?" dem aktuellen deutschen Kinogeschehen. Sie wird gemeinsam vom Kinomagazin epd Film und dem Deutschen Filmmuseum veranstaltet.

Andres Veiel war bereits im März 2007 mit "Der Kick" zu Gast in dieser Filmreihe. Er ist einer der bedeutendsten Dokumentarfilmer der Bundesrepublik. Geprägt von den Begegnungen mit Krzysztof Kieslowski, drehte Veiel 1993 den Dokumentarfilm "Balagan" über eine jüdisch-palästinensische Theatergruppe in Israel, für den er mit dem Deutschen Filmpreis in Silber und dem Friedenspreisfilmpreis ausgezeichnet wurde. "Die Überlebenden" gewann 1996 den Adolf-Grimme-Preis, ehe Veiel 2001 mit "Black Box BRD" einem größeren Publikum bekannt wurde. Die parallele Betrachtung der Biografien des RAF-Terroristen Wolfgang Grams und Alfred Herrhausen, dem ermordeten Vorstandssprecher der Deutschen Bank, bescherte Veiel den Deutschen und den Europäischen Filmpreis. Es folgten "Die Spielwütigen" (DE 2004) und "Der Kick" (DE 2006). 2011 präsentierte Veiel seinen ersten Spielfilm im Wettbewerb der Berlinale: "Wer wenn nicht wir" über die Vorgeschichte der RAF wurde mit dem Hessischen Filmpreis sowie dem Deutschen Filmpreis in Bronze ausgezeichnet. Mit seinem pointierten journalistischen ZEIT-Artikel über das "Sterbehaus der Deutschen Bank" sorgte er 2015 für Aufmerksamkeit.

Mittwoch, 12, Juli, 20:15 Uhr:
"Beuys"
Deutschland 2017. R: Andres Veiel. Dokumentarfilm. 107 Min. DCP
Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod scheint der Visionär seiner Zeit voraus gewesen zu sein. Geduldig erklärte er, dass "Geld keine Ware sein darf". Er wusste, der Geldhandel würde die Demokratie unterwandern. "Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?", fragt er - und lacht. Sein Kunstbegriff führte ihn in den Kern gesellschaftlicher Debatten. Veiels Filmcollage skizziert, warum Beuys als einflussreichster deutscher Aktionskünstler des 20. Jahrhunderts gilt.

Vorprogramm: "Deutsche Bank. Sie nennen es Sterbehaus" (Kurzlesung)

Nach dem Film spricht Rudolf Worschech (epd film) mit Andres Veiel.

Quelle: www.deutsches-filmmuseum.de

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