So endete eine Liebe

So endete eine Liebe

Deutschland 1934, Spielfilm

Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. Mehr erfahren »

Inhalt

Talleyrand und Fürst von Metternich, die politischen Berater des französischen Kaisers Napoleons und des österreichischen Kaisers Franz I., arrangieren eine Heirat zwischen Napoleon und der österreichischen Erzherzogin Marie-Luise, die einen weiteren Krieg zwischen Österreich und Frankreich verhindern soll. Metternich übergibt die Aufgabe, die Zustimmung der Erzherzogin zu diesem Handel einzuholen, ausgerechnet an den Herzog Franz von Modena, den Bruder der ungarischen Kaiserin Ludovica, die Napoleon hasst, weil ihm durch seinen Sieg über Österreich auch Franz′ Herzogtum in die Hände gefallen ist. Marie-Luise ist über Franz′ Eintreffen hocherfreut, da sie gehofft hatte, einmal seine Frau zu werden. Doch schließlich stimmt sie, um Österreich vor einem weiteren Krieg zu bewahren, dem vereinbarten Handel zu, verabschiedet sich von dem Geliebten und wird Napoleons Frau.

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Tu felix Austria, nube!

Staatsräson versus Herzensliebe, Napoleon gegen Willi Forst! Marie-Luise liebt ihren Willi - allerdings nur drei Tage - und wird dann von Metternich (Gustav Gründgens) aufgeklärt: "Ihr Vater, kaiserliche Hoheit, ist ein gekrönter Bettler. Wenn Sie Napoleons Werben ausschlagen, wird das Geschlecht der Habsburger im nächsten Krieg vernichtet". Da bleibt der jungen Frau nichts anderes übrig. Gründgens aber kann seine Süffisanz kaum bändigen, spricht mit diesem geziert hinterhältigen Tonfall - ein Mephistopheles der Diplomatie. Kameramann Franz Planer senkt die Perspektive kaum merklich ab, je mehr sich Marie-Luise mit dem Gedanken beschäftigt, den Garst aus Frankreich zu heiraten. Die Rückblende auf ihre erste Begegnung mit Willi sehen wir gespiegelt in dem Wasser eines Brunnens - meisterhaft! Karl Hartl vermeidet alles Geschwätzige, setzt wie in einem Stummfilm ganz auf den Ausdruck der Gesichter und Bewegungen, reduziert die Dialoge auf ein Minimum. Umso größer ist die Wirkung. Der Film scheint still zu stehen und bewegt sich doch. Vor allem die Herzen der Zuschauer, die dann bei der Hochzeitszeremonie (bei der Napoleon gar nicht anwesend war) noch einen Spruch aus Mathäus mit auf den Weg bekommen: "Trage dein Kreuz". Da ringt die 27jährige Paula Wessely um kaiserliche Fassung.

Credits

Alle Credits

Regie:Karl Hartl
Regie-Assistenz:Heinz Helbig
Drehbuch:Karl Hartl, Walter Reisch
Kamera:Franz Planer
Kamera-Assistenz:Willy Gerlach
Bauten:Werner Schlichting
Schnitt:René Métain
Ton:Hans Grimm
Musik:Franz Grothe
  
Darsteller: 
Paula WesselyErzherzogin Marie-Luise
Willi ForstHerzog Franz von Modena
Gustaf GründgensMetternich
Franz HerterichKaiser Franz I.
Rose StradnerKaiserin Maria Ludovica
Erna MorenaJosephine
Maria KoppenhöferMadame Mère
Edwin JürgensenTalleyrand
Gustav WaldauHofrat
Olga Engl
Annemarie Steinsieck
Toni Tetzlaff
Hertha von Walther
Erich Dunskus
Rudolf Essek
Angelo Ferrari
Hugo Flink
Alfred Gerasch
Josef Peterhans
Leo Peukert
Louis Ralph
Franz W. Schröder-Schrom
Hans Waschatko
  
Produktionsfirma:Cine-Allianz Tonfilm GmbH (Berlin)
Produzent:Arnold Pressburger, Gregor Rabinowitsch
Produktionsleitung:Fritz Klotzsch
Aufnahmeleitung:Viktor Eisenbach
Dreharbeiten:: Würzburg, Ungarn
Prüfung/Zensur:Zensur (DE): 16.10.1934
Aufführung:Uraufführung (DE): 18.10.1934

Titel

Originaltitel (DE) So endete eine Liebe

Fassungen

Original

Prüfung/Zensur:Zensur (DE): 16.10.1934
Aufführung:Uraufführung (DE): 18.10.1934
 

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Fotogalerie

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