Rot ist die Liebe

Rot ist die Liebe

BR Deutschland 1956, Spielfilm

Inhalt

Hermann Löns ist ein gefeierter Dichter. Um dem öffentlichen Trubel an seinem bevorstehenden 40. Geburtstag zu entkommen, zieht er sich in seine Hütte in der Heide zurück, während seine Frau Lisa den Besuch zu Hause empfangen soll. Unter den Besuchern befindet sich allerdings auch Lisas Cousine Rosemarie, die schon lange in Hermann verliebt ist.

Aber auch Hermann, das weiß Lisa, zeigt sich bei jeder Begegnung mit Rosemarie sehr von ihr angetan.
Als Rosemarie Hermann gesteht, ihn zu lieben und ihn bittet, Lisa zu verlassen, wagt er den Schritt nicht. Er bittet Rosemarie abzureisen, doch als sie geht, findet sie in dem galanten Prinz Niko einen liebenswerten Begleiter. Rosemaries Abwesenheit löst bei Hermann indes die Erkenntnis aus, das es ein Fehler war, sie fortzuschicken. Da tritt die Mobilmachung von 1914 in Kraft.
Nach Hermann Löns′ semi-autobiographischen Roman "Das zweite Gesicht".

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Und ewig blüht die Heide

Die Heidefilmwelle war längst abgeebbt, da traute sich Karl Hartl noch einmal an den Heidemythos Hermann Löns. Dieter Borsche spielt ihn und sieht für diese Rolle viel zu vornehm und edel aus. Cornell Borchers , Mitte 30, erblüht gemeinsam mit der Heide zu wahrer Schönheit und jeder wird verstehen, dass Dieter Borsche der zurückhaltenden Barbara Rütting, seiner Ehefrau, eigentlich Ade sagen müsste. So kommt es nicht. Kameramann Oskar Schnirch hat die natürlichen Kitschfarben des Heidekrauts ins Filmische übersetzt und ihm gelingen dabei stimmungsvolle, herzerwärmende Bilder. Architekt Willi Schatz baute die Biedermeierherrlichkeit der Lönsschen Wohnung stilgetreu nach. Aber der Österreicher Hartl war nicht nur Regisseur, sondern auch Drehbuchautor. Dabei hat er die Figur des Löns verschönert, angepasst, verfälscht. Ein solch liebender Biedermann war Löns nie und seine nationalen Untertöne werden gleich ganz unterschlagen. Der Film hat überdies etwas total Unfertiges. Er hört einfach auf mit der Einberufung von Löns. Schluß. Der Ehekonflikt ist ungelöst, der Liebeskonflikt ebenfalls. Es war
Karl Hartls letzter Film und Cornell Borchers vorletzter. Also eine Art Abgesang. Auch die Heide war hinfort nie wieder so bunt.

Credits

Regie:Karl Hartl
Drehbuch:Karl Hartl
Kamera:Oskar Schnirch
Schnitt:Adolf Schlyßleder
Musik:Ulrich Sommerlatte
  
Darsteller: 
Cornell BorchersRosemarie von der Flühe
Dieter BorscheHermann Löns
Barbara RüttingLisa Löns
Susanne CramerAnnemieken
Renate MannhardtHeidekrugwirtin Dröge
Günther LüdersHeidekarl
Thomas ReinerPrinz Niko
Thea ThieleTante des Prinzen
Wolfgang ForesterJagdpächter Möhrmann
Margarethe AndersenHaushälterin Luise
Rosemarie SeehoferMagd Stine
Hermann PfeifferPortier
Anton ReimerArzt
Rudolf KalviusHaushofmeister
  
Produktionsfirma:Bavaria Filmkunst AG (München-Geiselgasteig)

Alle Credits

Regie:Karl Hartl
Regie-Assistenz:Adolf Schlyßleder, Schömig Hermann
Drehbuch:Karl Hartl
Kamera:Oskar Schnirch
Kameraführung:Peter Haller
Kamera-Assistenz:Bernhard Hellmund
Standfotos:Kurt Schlawe, Karl-Heinz Vogelmann (Pressefotos)
Bauten:Willi Schatz, Gottfried Will (Assistenz)
Requisite:Werner Wappler, Georg Attlfellner
Maske:Arthur Schramm, Käthe Koopmann
Kostüme:Herbert Ploberger, Hildegard Bornkessel (Assistenz)
Garderobe:Werner Schmidt, Anni Hanoszek
Schnitt:Adolf Schlyßleder
Schnitt-Assistenz:Margot Truthmann, Johannes Nikel
Ton:Hans-Joachim Richter
Musik:Ulrich Sommerlatte
  
Darsteller: 
Cornell BorchersRosemarie von der Flühe
Dieter BorscheHermann Löns
Barbara RüttingLisa Löns
Susanne CramerAnnemieken
Renate MannhardtHeidekrugwirtin Dröge
Günther LüdersHeidekarl
Thomas ReinerPrinz Niko
Thea ThieleTante des Prinzen
Wolfgang ForesterJagdpächter Möhrmann
Margarethe AndersenHaushälterin Luise
Rosemarie SeehoferMagd Stine
Hermann PfeifferPortier
Anton ReimerArzt
Rudolf KalviusHaushofmeister
  
Produktionsfirma:Bavaria Filmkunst AG (München-Geiselgasteig)
Herstellungsleitung:Toni Schelkopf
Produktionsleitung:Hermann Höhn
Aufnahmeleitung:Gustav Lautenbacher, Otto Reinwald (ungenannt)
Dreharbeiten:25.08.1956-09.1956: Lüneburger Heide bei Fallingboste und Walsrode
Länge:2450 m, 89 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:Eastmancolor
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 14.01.1957, 13686, ab 12 Jahre / feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 16.02.1984, 13686, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 17.01.1957, Hannover, Palast-Theater

Titel

Originaltitel (DE) Rot ist die Liebe

Fassungen

Original

Länge:2450 m, 89 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:Eastmancolor
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 14.01.1957, 13686, ab 12 Jahre / feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 16.02.1984, 13686, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 17.01.1957, Hannover, Palast-Theater
 

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