Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

BR Deutschland 1954, Spielfilm

Inhalt

Als der Seemann Hannes Wedderkamp von langer Fahrt nach Hamburg zurückkehrt, begegnet er zum ersten Mal seiner inzwischen erwachsenen Tochter Anni. Diese jedoch wuchs in der Überzeugung auf, dass Hannes′ alter Freund Pitter Breuer, der in Hamburg ein schlecht laufendes Hippodrom betreibt, ihr Vater sei.

Einiges also ist grade zu biegen, damit wieder Glück und Ordnung in Hannes Wedderkamps und Annis Leben einziehen kann: Mit eine Revue bringen Hannes und Pitter das Hippodrom wieder auf die Erfolgsspur, einer Verbrecherbande wird das Handwerk gelegt, und bevor Anni mit dem Reedersohn Jürgen zusammenkommen kann, muss auch noch die Frage nach ihrem wirklichen Vater geklärt werden.

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Die Reeperbahn bei Tag

In der Trilogie der Reeperbahn-Filme mit Hans Albers ist dies der mittlere. Schon in "Große Freiheit Nr 7" sang er den Ohrwurm, den Ralph Arthur Roberts 1912 komponierte: "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" (und macht einmal mehr deutlich, dass er das Akkordeon überhaupt nicht bedienen kann). Albers ist hier kein Seemann, sondern Brückenbauer. Kommt aus Amerika zurück (das Thema der Re-Emigranten). Da erfährt er von einer Tochter (mit forcierter Niedlichkeit: Helga Franck), die Heinz Rühmann für ihn aufzog. Rühmanns Hippodrom auf der Reeperbahn ist pleite. Albers hilft, daraus ein Revuetheater zu machen. Motto: "Schulden sind besser als gar kein Geld". Der Reeder Brandstetter (weit unter seinen Möglichkeiten: Gustav Knuth) möchte die Liaison seines Sohnes mit der Albers-Tochter verhindern. Drumherum eine "finstere" Krimihandlung, die Albers im rechten Moment für sich entscheidet (während Rühmann bei Gefahr eher flaue Witzchen reißt). Der gestrenge Reeder und der kleine Rühmann bummeln über die Reeperbahn, erleben nichts, werden aber Freunde. Fazit: Rühmann passt auf die Reeperbahn wie eine Rose ins Kartoffelbeet. - Man muss es so sagen: Albers und Rühmann harmonierten vielleicht im "Sherlock Holmes", aber sonst eher nicht. Albers erdrückt den kleinen Rühmann. In diesem Abklatsch eines einstigen Erfolges sind zudem die Nebenrollen schlecht besetzt. Kein kantiger Typ weit und breit. Der Hamburger Hafen sah selten im Film so flau aus. Regisseur Wolfgang Liebeneiner hatte wohl alle Hände voll zu tun, die Disharmonie zwischen seinen beiden Schauspieler-Assen Albers und Rühmann auszutarieren. Er scheiterte.

Credits

Alle Credits

Regie:Wolfgang Liebeneiner
Regie-Assistenz:Oscar Martay
Drehbuch:Gustav Kampendonk, Curt J. Braun
Kamera:Kurt Schulz
Kamera-Assistenz:Gerd Neubelt
Bauten:Willi A. Herrmann, Heinrich Weidemann, Peter Schlewski
Kostüme:Walter Kraatz
Schnitt:Ingrid Wacker
Ton:Heinz Garbowski
Musik:Herbert Trantow, Ralph Arthur Roberts (Lieder), Jim Cowler (Lieder), Theo Mackeben (Lieder), Karl John (Lieder), Carl G. von Bazant (Lieder)
Musik-Ausführung:Egon Kaiser und sein Orchester (DE) (mit seinen Solisten), Gerhard Gregor (Orgel)
Gesang:Sunshine-Quartett, Liselotte Malkowsky
Liedtexte:Bruno Balz, Hans Herbert, Hanns Stani, Hanns Schachner
  
Darsteller: 
Hans AlbersHannes Wedderkamp
Heinz RühmannPitter Breuer
Fita BenkhoffLuise
Erwin StrahlBilek
Sybil WerdenMarion
Gustav KnuthSenator Brandstetter, Reeder
Fritz WagnerKattmann
Helga FranckAnni
Jürgen GrafJürgen
Wolfgang NeussNigrantz
Else RevalEmma
Carl HinrichsBootsmann Jan
Wolfgang MüllerMatrose
Wulf RittscherHerr Ettmann
Dorothea Sudermann
Al Hoosmann
George André Martin
Liselotte Malkowsky
  
Produktionsfirma:Berolina-Film GmbH (Berlin)
Herstellungsleitung:Kurt Ulrich
Produktionsleitung:Heinz Willeg, Karl Mitschke
Aufnahmeleitung:Fred Krüger, Walter Dettmann
Produktions-Assistenz:Hanns Stani
Dreharbeiten:: Atelier Berlin-Tempelhof, Hamburg, Cuxhaven, Helgoland, Timmendorfer Strand
Länge:3050 m, 112 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 25.07.1967, 08940-c, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 07.08.1961, 08940-b, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 04.08.1960, 08940-a, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 07.12.1992, 08940-d, ab 12 Jahre / feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 30.11.1954, 08940, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 16.12.1954, Hamburg, Barke

Titel

Originaltitel (DE) Auf der Reeperbahn nachts um halb eins

Fassungen

Original

Länge:3050 m, 112 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 25.07.1967, 08940-c, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 07.08.1961, 08940-b, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 04.08.1960, 08940-a, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 07.12.1992, 08940-d, ab 12 Jahre / feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 30.11.1954, 08940, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 16.12.1954, Hamburg, Barke