Neuauflage der FFA-Programmkinostudie

27.09.2017 | 15:41 Uhr

Neuauflage der FFA-Programmkinostudie

Dem Programmkino und dem Arthouse-Film halten die Besucher auch dann die Treue, wenn die Zahlen im gesamten Kinomarkt deutlich zurückgehen. Im letzten Jahr haben in Deutschland 15,4 Mio. Besucher für einen Arthouse-Film an der Kinokasse Eintritt gezahlt – 1,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Im Gesamtmarkt schlug dagegen im gleichen Zeitraum ein Minus von 13,0 Prozent zu Buche. Im Box-Office ging der Gesamtumsatz im Arthouse-Filmsegment mit 111,6 Mio. Euro um rund 0,3 Mio. im Vorjahresvergleich zurück. Das Umsatzminus von 0,2 Prozent fällt somit ebenfalls deutlich geringer aus als im Gesamtmarkt (-12,4%). Diese Zahlen stellte der stellvertretende FFA-Vorstand Frank Völkert am heutigen Mittwoch auf der Filmkunstmesse in Leipzig bei der Präsentation der neuen FFA-Programmkinostudie vor.

Weitere Details aus der Studie in der Übersicht:

• Im Jahr 2016 handelte es sich bei 781 Kinosälen um Programmkinoleinwände – 16,5 Prozent aller 4.739 Kinosäle in der Bundesrepublik Deutschland;

• Filmkunst findet mehrheitlich in reinen Programmkinos statt (85,5%), während der Anteil von einzelnen Programmkinoleinwänden in Kinocentern mit ansonsten gemischtem Programm im Verlauf der letzten Jahre sank: Betrug ihr Anteil im Jahre 2010 noch 17,8 Prozent, so war 2016 nur noch knapp jede siebte Programmkinoleinwand (14,5%) nicht in einem reinen Programmkinos zu finden;

• Im Durchschnitt kostete der Programmkinobesuch 7,26 Euro (Gesamtmarkt: 8,45 Euro);

• Die höchste Programmkinodichte nach Bundesländern wiesen erneut Berlin, Hamburg und das Saarland auf – genauso wie Filmkunst auch im letzten Jahr wieder vorwiegend in Großstädten mit mehr als 200.000 Einwohnern (42%) oder kleinen Gemeinden bis zu 20.000 Einwohner (19%) zu finden war;

• Fast jeder zweite Filmkunstbesucher (49%) war über 50 Jahre – das Durchschnittsalter lag bei 47,5 Jahren, im Gesamtmarkt bei 37,8 Jahren;

• Erneut zählte mehr als jeder fünfte Besucher von Arthouse-Filmen (22,5%) im Jahr 2016 mit sieben und mehr Kinobesuchen zu den so genannten Heavy-Usern – die somit im Arthouse- Segment fast doppelt so häufig vertreten sind wie im Gesamtmarkt (11,7%);

• Die am besten bewerteten Arthouse-Filme des Jahres 2016 waren "The Danish Girl" (Schulnote 1,35), "Heidi" (1,43) sowie "Schweinskopf al dente" (1,45);

Die alljährlich aufgelegte repräsentative FFA-Studie enthält umfassende Statistiken über Bestand, Besuch, Auslastung und Eintrittspreise der Programmkinos in Deutschland sowie eine soziodemografische und kinospezifische Auswertung der Besucher von Arthouse-Filmen. Die Auswertung berücksichtigt, dass Programmkino längst nicht mehr nur in reinen Filmkunsttheatern stattfindet, sondern auch in einzelnen Kinosälen innerhalb von regulären Kinocentern angeboten wird. Zusätzlich listet die Analyse die 50 erfolgreichsten Arthouse-Filme des Vorjahres auf. Die Definition der Arthouse-Filmtitel erfolgte wieder auf Basis der Arthouse-Charts der AG Kino-Gilde. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie "Programmkinos in der Bundesrepublik Deutschland und das Publikum von Arthouse-Filmen im Jahr 2016" sowie sämtliche Statistiken stehen unter www.ffa.de zum Download bereit.

Quelle: www.ffa.de

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