Berlinale Shorts stellt die Internationale Kurzfilmjury 2018 vor

04.01.2018 | 12:40 Uhr

Berlinale Shorts stellt die Internationale Kurzfilmjury 2018 vor

Der portugiesische Filmemacher sowie Gewinner des Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm bei der Berlinale 2017 Diogo Costa Amarante, der US-amerikanische Filmemacher und Kurator Mark Toscano und die südafrikanische Filmemacherin und Wissenschaftlerin Jyoti Mistry bilden die Internationale Kurzfilmjury 2018.

Sie vergeben den Goldenen und den Silbernen Bären sowie den Audi Short Film Award. Darüber hinaus sprechen sie eine Nominierung für die European Film Awards in der Kategorie European Short Film 2018 aus. "Die diversen Perspektiven von Toscano, Mistry und Amarante versprechen einen versierten, jungen und zeitgenössischen Diskurs für die Filme des Jahrgangs 2018", so Maike Mia Höhne, Kuratorin der Berlinale Shorts.

Diogo Costa Amarante (Portugal)

Im Jahr 2016 beendete Diogo Costa Amarante seinen Master of Fine Arts an der New York University / Tisch School of the Arts mit seinem Film "Cidade Pequena", der auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin seine internationale Premiere feierte und den Goldenen Bären für den Besten Kurzfilm gewann. Amarante zählt zu der vielbeachteten dritten Generation portugiesischer Regisseur*innen, deren Werke das portugiesische Kino eindrucksvoll auf der internationalen Filmlandkarte positioniert haben. Bereits sein erster Film "Jumate/Jumate" wurde weltweit auf mehreren Festivals ausgezeichnet. Er erhielt im Jahr 2007 ein Stipendium für Dokumentarfilm und Kinematografie an der Schule für Film und audiovisuelle Kunst in Katalonien (ESCAC). 2009 nahm er an Berlinale Talents teil und drehte seinen zweiten Dokumentarfilm "In January, perhaps".

Jyoti Mistry (Südafrika)

Die Filmemacherin Jyoti Mistry arbeitet als Dozentin an der Wits School of Arts in Südafrika. Im Jahr 2016 erhielt sie den CILECT-Lehrpreis (The International Association of Film and Television Schools) als Anerkennung ihrer überragenden Leistungen in Filmpädagogik und Filmpraxisforschung. Ihre Studien beschäftigen sich mit Kulturpolitik und Fragen zu Identität und Multikulturalismus. Ihr Experimentalfilm "The Bull on the Roof" (2010) debütierte beim Durban International Film Festival und wurde u.a. auch in der Galerie nationale du Jeu de Paume in Paris präsentiert. Der Spielfilm "Impunity" (2014) hatte seine Premiere auf dem Toronto International Film Festival und ihr letzter Kurzfilm "When I Grow Up I Want to Be a Black Man" war im Wettbewerb der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur 2017. Zu ihren Buchveröffentlichungen zählen Werke wie "'we remember differently': Race, Memory, Imagination" (2012), "Gaze Regimes: Film and Feminisms in Africa" (2015) sowie das verfilmte Werk "Places to Play – Practice, Research & Pedagogy" (2017).

Mark Toscano (USA)

Mark Toscano hat für viele renommierte Institutionen wie das Museum of Modern Art, das  Arsenal - Institut für Film und Videokunst, das EYE Filmmuseum, die Tate Modern, das Los Angeles Filmforum und Festivals in Rotterdam, London, Oberhausen, Zagreb oder Bangalore gearbeitet. Er ist als Kurator und mit der Präsentation herausragender Programme beauftragt. Außerdem lehrt Toscano an einer Vielzahl von Universitäten zum Thema Experimentalfilm und Archivierung. Am California Institute of the Arts unterrichtet er im Bereich der Experimentellen Animation. Der profilierte Filmemacher und Kurator aus Los Angeles trägt seit 2003 am Academy Film Archive zur Erhaltung des Filmerbes bei, wo er sich insbesondere auf die Restaurierung und Konservierung beachtenswerter Filme spezialisiert hat. Er steht bei dieser Sammlung im Austausch mit über 100 internationalen Filmemacher*innen.

Quelle: www.berlinale.de

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