Drei Tage Mittelarrest

Drei Tage Mittelarrest

BR Deutschland 1955, Spielfilm

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Null geteilt durch null

Teege: „Sie wollen der Vater sein? Sie Jammergestell!“ Ehrhardt: „Sie Blinddarm, Sie!“ Teege: „Wieso Blinddarm?“ Ehrhardt: „Weil sie gereizt sind und überflüssig.“ Teege: „Siiie - mit Ihnen habe ich sowieso noch ein paar Hühner zu rupfen. Ist es wahr, dass Sie dem Bürgermeister gesagt haben, ich sei ein Idiot?“ Erhardt: „Ich? Nein! Das wusste der schon.“ - Bis es zu diesem nicht unwitzigen Dialog zwischen Joachim Teege und Heinz Erhardt kommt, vergeht viel (Film-) Zeit. Ein Kind wurde nächtens gezeugt, nun aber braucht es einen Vater. Es muss ein Soldat gewesen sein, meint die Mutter (Ruth Stephan), der da nächtens in ihre Kammer einstieg. Aber welcher? Da sich der richtige versteckt hält (als Hallodri bestens geeignet: Walter Müller), werden also zwei „dienstverpflichtet“ - Zippert, der Schreiber des Bürgermeisters und Storch, der Standesamtsdiener. Als es zum Showdown zwischen den beiden falschen Vätern kommt - in Anwesenheit des „Majors“ (mit seinem ewigen Lächeln im zivilen Knopfloch: Willy Fritsch) - entsteht dann obiger Dialog. Und sonst? Triviales zuhauf. Wenn nun der Ehrhardt, der Teege, die Weiser, der Waldow, die Stephan und der Müller beisammen sind, dann müsste es doch mit dem Beelzebub zugehen, wenn daraus nicht komödiantische Funken zu schlagen wären. Zumal noch ein Georg Jacoby auf dem Regiestuhl sitzt, der wahrlich Komisches konnte. Und warum wird daraus nichts? Weil der Autor Bobby E. Lüthge ewig abgeleierte Gags (der Inspizient zieht an den falschen Kulissenstrippen, die Tänzerin zieht sich im Nebenzimmer aus, wo dann der Falsche hereinkommt, überhaupt: die Türen, die ständig auf und zu gehen und dramaturgisches Non plus ultra sind) zusammengefügt hat und daraus wenig machen konnte. Autoren von diesem Schlage haben zum Ruin des fünfziger Jahre Films mehr beigetragen, als irgendjemand anderes. Wie soll denn wer komisch sein, wenn im Drehbuch dürres Stroh gedroschen wird? Dabei ist mit einiger Sicherheit der oben zitierte Dialog keineswegs von Lüthge, sondern von - Heinz Erhardt.

Credits

Director:Georg Jacoby
Screenplay:Bobby E. Lüthge
Director of photography:Erich Claunigk
Editing:Martha Dübber
Music:Michael Jary
  
Cast: 
Heinz ErhardtZippert, Schreiber
Willy FritschMajor von Faber
Maria LittoLaja Patacki, Tänzerin
Walter MüllerMusketier Max Plettke
Franz MuxenederMusketier Franz Nowalski
Klaus-Günter NeumannMusketier Mielke
Charles PalentMusketier Junigkeit
Elfie PertramerFrieda, Dienstmädchen
Ilse PetriBertha, Dienstmädchen
Eva ProbstGrete, beider Töchter
Willi RoseKrause, Feldwebel
Manfred SteffenAdjutant
Ruth StephanAuguste, Köchin
Erwin Strahlvon Feldern, Oberleutnant
Joachim TeegeStorch, Standesamtsdiener
Günther JerschkeMusketier Sanftmut
Ernst WaldowBürgermeister
Grethe WeiserKlara, seine Frau
  
Production company:Standard-Film GmbH (Hamburg)
Producer:Franz Tappers

All Credits

Director:Georg Jacoby
Screenplay:Bobby E. Lüthge
Co-author:Klaus-Günter Neumann, Georg Jacoby
based on:Karl Noti (Schwank)
Director of photography:Erich Claunigk
Assistant camera:Hans Osterrieder, Herbert Schaumberger
Still photography:Peter Michael Michaelis
Production design:Erich Kettelhut, Johannes Ott
Property master:Emil Freude
Stand-by props:Sylvester Schimpke
Make-up artist:Walter Andrä, Blanche Klink
Costume design:Dascha Rowinskaja, Irms Pauli
Editing:Martha Dübber
Assistant editor:Ursula Reinfurth
Sound:Werner Schlagge
Music:Michael Jary
  
Cast: 
Heinz ErhardtZippert, Schreiber
Willy FritschMajor von Faber
Maria LittoLaja Patacki, Tänzerin
Walter MüllerMusketier Max Plettke
Franz MuxenederMusketier Franz Nowalski
Klaus-Günter NeumannMusketier Mielke
Charles PalentMusketier Junigkeit
Elfie PertramerFrieda, Dienstmädchen
Ilse PetriBertha, Dienstmädchen
Eva ProbstGrete, beider Töchter
Willi RoseKrause, Feldwebel
Manfred SteffenAdjutant
Ruth StephanAuguste, Köchin
Erwin Strahlvon Feldern, Oberleutnant
Joachim TeegeStorch, Standesamtsdiener
Günther JerschkeMusketier Sanftmut
Ernst WaldowBürgermeister
Grethe WeiserKlara, seine Frau
  
Production company:Standard-Film GmbH (Hamburg)
Producer:Franz Tappers
Unit production manager:Friedrich Kurth
Location manager:Richard Oehlers, Jürgen Mohrbutter
Production assistant:Maria L. Eweler
Production manager:Emil Hesse
Original distributor:Deutsche London Film Verleih GmbH (Hamburg)
Length:2590 m, 95 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:s/w, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 01.08.1958, 10384 [3. FSK-Prüfung];
FSK-Prüfung (DE): 23.08.1955, 10384 [2. FSK-Prüfung];
FSK-Prüfung (DE): 09.08.1955, 10384, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei
Screening:Kinostart (DE): 09.09.1955

Titles

Originaltitel (DE) Drei Tage Mittelarrest

Versions

Original

Length:2590 m, 95 min
Format:35mm, 1:1,37
Picture/Sound:s/w, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 01.08.1958, 10384 [3. FSK-Prüfung];
FSK-Prüfung (DE): 23.08.1955, 10384 [2. FSK-Prüfung];
FSK-Prüfung (DE): 09.08.1955, 10384, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei
Screening:Kinostart (DE): 09.09.1955