Bis wir uns wiederseh'n

Bis wir uns wiederseh'n

BR Deutschland 1952, Spielfilm

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Bis dass der Tod sie scheidet

Es ist leicht, sich über dieses Melodram zu mokieren, schwieriger, diesem Film Gerechtigkeit werden zu lassen. Die Menschen hatten einen schrecklichen Krieg erlebt, fast jede Familie war mit dem Tod eines Familienmitglieds konfrontiert. Es flossen Tränen ohne Ende, man war und wurde empfindlicher. Wieviele Mütter, wieviele Frauen hatten ihren Männern die bange Frage nachgerufen, wann wir uns wohl wiederseh‘n. Dabei schwang auch immer mit, dass es vielleicht zu einem solchen Wiedersehen nicht mehr kommt. Daran knüpft der Film an, der ein solches Grundgefühl zum Ausgangspunkt nimmt. Pamela (Maria Schell) ist ein unbedarftes Mädchen, das in einer finanziellen Klemme steckt, ihre Miete nicht bezahlen kann und sich nun an den Bonvivant, Aufsteiger und lässigen Spielbankdirektor Paul (O.W. Fischer) wendet. Ob er die leichte Beute wittert, die dieses Mädchen für seine erotischen Allüren bietet, wird nicht klar. Sie lässt sich auf ihn ein, daraus wird für beide eine große Liebe. Als sie sich trennen, ohne sich auszusprechen, da verliert Paul jeden Realitätssinn, lässt sich auf einen Betrug ein und wird getötet. Pamela, die um ihren moribunden Gesundheitszustand nicht weiß, bleibt zurück. - Regisseur Gustav Ucicky betreibt sentimentale Stimmungsmache, hält sich an Klischees (in der Krise reden Liebende nicht miteinander). Andererseits ist dieser Film - von einigen logischen Brüchen abgesehen - handwerklich sauber gemacht, mit einem fließenden Schnitt und einer hoch dynamischen Kameraarbeit. Das ist im alten UFA-Stil gefilmt, in dem sich Ucicky durch seine NS-Propagandafilme bestens auskannte, und muss schon bei der Premiere als retro-orientiert gegolten haben. Auch heute noch allerdings leuchtet die Leistung der Maria Schell, die keineswegs „heulsusig“ agiert, sondern zeigt, wie zerbrechlich die Liebe einer jungen Frau sein kann. Insofern Verständnis für die Handlung und ihre Darsteller, weniger für das Kalkül eines Regisseurs, der nach dem Krieg so weitermachte, als wäre nichts gewesen.

Credits

All Credits

Director:Gustav Ucicky
Assistant director:Zlata Mehlers
Screenplay:Johanna Sibelius, Eberhard Keindorff
Director of photography:Günther Anders, Hans Staudinger
Still photography:Richard Wesel
Production design:Hans Ledersteger, Ernst Richter
Costume design:Ursula Maes
Editing:Elisabeth Neumann
Sound:Heinz Martin
Music:Lothar Brühne, Paul Burkhard
Arrangement:Münchner Philharmonisches Orchester (München) (Orchestrierung)
Vocals:Kurt Reimann
  
Cast: 
Maria SchellPamela
O. W. FischerPaul Mayrhöfer
Karl Ludwig DiehlProfessor Stauffer
Kurt MeiselWilly Wagner
Margarete HaagenFrau Wagner
Grete ReinwaldPflegerin
Ingrid LutzTina
Josef SieberKriminalkommissar
Gunnar Möller
Werner Fuetterer
Eugen Dumont
Hugo Lindinger
Alexander Engel
Bruno Ziener
  
Production company:Roxy Film GmbH & Co. KG (München)
Line producer:Luggi Waldleitner
Unit production manager:Erwin Gitt
Location manager:Willi Jeske
Shoot:12.07.1952-07.1952: Bellagio, Comer See Spielsaal Bad Homburg; Atelier Göttingen
Original distributor:Gloria-Filmverleih GmbH (München)
Length:2345 m, 86 min
Format:35mm, 1:1,33
Picture/Sound:s/w, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 25.09.1952, 04853, ab 16 Jahre / feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 07.10.1952, Berlin, Capitol

Titles

Originaltitel (DE) Bis wir uns wiederseh'n
Arbeitstitel Pamela

Versions

Original

Length:2345 m, 86 min
Format:35mm, 1:1,33
Picture/Sound:s/w, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 25.09.1952, 04853, ab 16 Jahre / feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 07.10.1952, Berlin, Capitol
 

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