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Quelle: DIF
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Fritz Arno Wagner
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Fritz Arno Wagner Fritz Arno Wagner, geboren am 5. Dezember 1884 in Schmiedefeld am Rennsteig in Thüringen. Realschule, Handelshochschule; anschließend über die Schweiz als Fremdsprachen-Korrespondent nach Paris. 1910 arbeitet er bei Pathé frères, zunächst im Service commercial, dann in der Fabrikation und Filmbearbeitung. Reisen als Filmtransporteur für Pathé Journal. 1912 Direktionssekretär und Chef der Zweigstelle des Pathé Journal in Wien, dann in Berlin ("Redaktion F.A. Wagner"), auch Arbeit als Kameramann.
Im Herbst 1913 geht er als stellvertretender Chef von Pathé Weekly nach New York; 1914 Berichterstattung aus dem mexikanischen Bürgerkrieg. Nach Ausbruch des Weltkriegs kehrt er nach Deutschland zurück, wird 1915 Soldat, verwundet. Er richtet für das neue Bild- und Filmamt (Bufa) ein Filmlabor ein; Kriegsberichterstatter. 1919 beginnt er bei der Projektions-AG "Union" (PAGU) als Standfotograf und 2. Kameramann bei "Madame Dubarry" und wird anschließend als Kameramann engagiert.
Nebenher schreibt er Artikel für ausländische Zeitungen, während seine Frau Margarete als Direktionssekretärin bei der PAGU arbeitet.
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Bald schon zählt Wagner zur international anerkannten Spitzengruppe deutscher Kameramänner. Er filmt u.a. für Lubitsch, Wiene, Murnau, Robison, Korda und Grune. In den Jahren um 1930 erreicht er in einer Serie von Filmen mit G.W. Pabst ("Die Liebe der Jeanne Ney"; "Westfront 1918"; "Die 3-Groschen-Oper"; "Kameradschaft") und Fritz Lang ("Spione"; "M"; "Das Testament des Dr. Mabuse") den Höhepunkt seiner Bild-Kunst, die sich durch klare, realistische Lichtgebung und fließende Bewegungen auszeichnet; auch durch die Einführung des Tons erleidet sie keinen Rückschlag.
In den 1930er Jahren zeichnet er als Chefkameramann einer Reihe großer internationaler Produktionen ("Flüchtlinge"; "Amphitryon") und aufwendiger Propagandafilme ("Robert Koch"; "Ohm Krüger"). 1937-45 arbeitet er vorwiegend für die Tobis.
Nach Kriegsende kann er in Berlin seine Arbeit als Kameramann sofort wieder aufnehmen, zunächst für Dokumentarfilme und die amerikanische Wochenschau "Welt im Bild". Ab 1949 dreht er wieder Spielfilme, fast ausschließlich Unterhaltungsware. Während der Dreharbeiten zu "Ohne Mutter geht es nicht" stürzt Fritz Arno Wagner vom Kamerawagen und stirbt am 18. August 1958 in Göttingen.
CineGraph - Lexikon zum deutschsprachigen Film © 1984ff edition text+kritik im Richard Boorberg Verlag, München
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*05.12.1884
Schmiedefeld am Rennsteig
; †18.08.1958
Göttingen
Kamera, 2. Kamera, Standfotos
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