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Quelle: Robert Bramkamp, DIF, Foto: Hubertus Müll
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Josef Drees, Christin König
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Der erste abendfüllende Spielfilm von Robert Bramkamp: Jungbauer Bernd hat Sorgen mit dem väterlichen Hof. Man steht vor der Pleite. Ein Freund hat die rettende Idee: "Die Nichtproduktion der Überschüsse darf sich von der Produktion des Bedarfs nicht erkennbar unterscheiden". Das hat natürlich etwas mit den dunklen Abgründen der EG zu tun - angestrebte Nullproduktion.
In Rotterdam lernt Bernd einen holländischen Kühlhausbesitzer kennen, der ein imaginäres, doch real bezahltes Enddepot für Fleisch betreibt. Fortan existieren die von Bernd gelieferten Schweine nur noch auf Papier. Dazwischen immer wieder Bilder von der Chinesischen Kulturrevolution. Gibt es Parallelen mit dem Leben auf dem Lande? Nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Frauen wandeln sich. Bernds Freundin will zur Schauspielschule. Aus Kleists "Penthesilea" deklamiert sie, da geht es bekanntermaßen um den Machtkampf zwischen Frau und Mann.
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BR Deutschland
1985-1987, TV-Spielfilm
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Frankfurter Rundschau, 5. März 1987 Wer Spaß am Interpretieren hat, brauchte sich keinen Zwang anzutun. Ein offensichtlich junges Filmteam aus der bis dahin filmisch unerwähnten Provinzmetropole Münster ließ sich aus über Landwirtschaft, Liebe, Subventionen und Kriminalität. Über die chinesische Kulturrevolution und den Jahrtausende alten Kampf des Menschen gegen die Natur. Solch temperamentvolle Rundumschläge boten reichlich Gelegenheit für naheliegende und fast mehr noch für weithergeholte Auslegung - nicht etwa weil der Film Themen raffiniert abhandelte, sondern weil er im Gegenteil nach einem zwar subjektiv durchdachten, objektiv aber großzügig-chaotisch wirkenden Auswahlprinzip verfuhr. Zudem war die Tonqualität teilweise schlecht, was ebenfalls nicht gerade zur Klärung beitrug. Je nach persönlicher Ausgangslage des Betrachters ergaben sich deshalb unterschiedliche Entwicklungen und insbesondere Lösungen, bei denen die Bandbreite von zynisch bis übermütig-optimistisch variierte. Aber wie auch immer, jede Sequenz prägte sich ein durch ihre Dichte und Stimmigkeit, was die menschlichen Beziehungen und die Atmosphäre betraf. Viel Originalität war im Spiel, viel Humor, eine ganz offensichtliche Liebe zum Münsterland und ein begründeter Haß auf eine Steuer- und Subventionspolitik, die Monokulturen schafft, landwirtschaftliche Überschüsse sinnlos vernichtet und Arbeitsethos in kriminelle Energie umwandeln kann. Hinsichtlich der Polemik könnte hier der Dokumentarfilmer Peter Krieg Pate gestanden haben; hinsichtlich der Sensibilität für vitales Kino kann man gespannt sein, was von Autor Robert Bramkamp und seinen Freunden nachkommt.
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