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Quelle: DIF
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"Otto - Der Außerfriesische" (1989)
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Otto Waalkes Otto Gerhard Waalkes, geboren am 22. Juli 1948 in Emden (Ostfriesland), jüngerer von zwei Söhnen des Malermeisters Karl Waalkes und seiner Ehefrau Adele, geb. Lüpkes. 1955 eingeschult, 1959 Gymnasium. Im folgenden Jahr bekommt Waalkes seine erste Gitarre; vier Jahre darauf gibt er seine ersten Konzerte mit der Band The Rustlers. Nach dem Abitur zieht Waalkes 1969 nach Hamburg, wo er an der Universität ein erziehungswissenschaftliches Studium aufnimmt. Im folgenden Jahr wechselt er an die hamburger Hochschule für Bildende Künste. Nebenbei tritt er in Szene- und Studentenkneipen als Musiker auf, wobei er zwischen den Songs auch "blödelt", was beim Publikum besonders gut ankommt. Ende 1972 findet im angemieteten Audimax der Universität Hamburg ein erstes großes Konzert des WG-Bewohners (Mitbewohner: Udo Lindenberg, Marius Müller-Westernhagen) statt.
Waalkes sowie der befreundete Pharmaziestudent und Klein-Konzertveranstalter Hans Otto Mertens, der Waalkes' Manager wird, lassen den Auftritt, der überwiegend auf nachempfundenen Nummern, Witzen und Liedparodien amerikanischer und britischer Komiker besteht, auf eigene Kosten aufzeichnen. Das Ergebnis ist die Langspielplatte "Otto", die Mertens und Waalkes im Dezember 1972 bei ihrem eigens dazu gegründeten Label Rüssl Räckords veröffentlichen. In hamburger Plattenläden werden innerhalb der nächsten drei Monate 4.000 Exemplare verkauft.
Im März 1973 übernimmt EMI Electrola den Vertrieb dieser und folgender Otto-LPs, für die Waalkes zahlreiche goldene Schallplatten erhält. Der erste Auslandsauftritt führt Otto Waalkes 1974 nach Zürich ins Bernhard Theater.
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1973 produziert der Westdeutsche Rundfunk die erste "Otto-Show". Der Sender strahlt bis 1979 sechs weitere Folgen aus sowie 1981 mit "So ein Otto" eine "Best of"-Sendung, der noch eine weitere "reguläre" folgt. In den One-Man-Shows kann Waalkes als Präsentator und in Einspielfilmen verschiedene Figuren darstellen, vom Reporter Harry Hirsch über Robin Hood und Robert Koch bis hin zur Hausfrau Frau Suhrbier. Umrahmt wird das Ganze mit Waalkes' Cartoons, vor allem "Ottifanten", deren Vermarktung in späteren Jahren an Bedeutung gewinnt.
Die erste "Otto-Show" ist noch stark musiklastig: Waalkes singt allein und mit Gästen Rock- und Pop-Songs. Für die weiteren Shows zieht er das Autorentrio Robert Gernhardt, Bernd Eilert und Peter Knorr (GEK) hinzu. Deren vor allem aus den Satirezeitschriften Pardon und Titanic bekannter Humor sowie die Aneignung und Präsentation durch den Ostfriesen gehen eine dauerhafte Symbiose ein.
1985 schreibt Der Spiegel in einer Titelgeschichte: "Otto, der Zappelmann mit dem blonden Reetdach-Haar, dieser lustigste Veitstänzer aller Zeiten, wurde zum King of Comedy und die Deutschen ein Volk von Ottomanen." Waalkes erhält im Januar 1976 einen Bambi, im Oktober des Jahres einen RTL-Ehrenlöwen und im Februar darauf eine Goldene Kamera der Zeitschrift Hör Zu. Seine 1975 veröffentlichte LP "Oh, Otto" wird 1979 mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet. Der Komiker macht neben den alljährlichen TV- und Tournee-Auftritten auch Ausflüge in den "seriösen" Kulturbetrieb, so 1978 in Hamburg unter Götz Friedrich ein Gastauftritt als Frosch in der Strauß-Operette "Die Fledermaus".
Die 1980er Jahre beginnt Waalkes literarisch: "Das Buch Otto", herausgegeben von den Textautoren Robert Gernhardt, Bernd Eilert, Peter Knorr und Hanno Rink, erreicht bis Ende 1980 eine Auflage von 200.000 Exemplaren, in den nächsten Jahren kommen mehrere Hunderttausend hinzu.
1984 erscheint "Das zweite Buch Otto", wiederum mit Texten, Bildern und Cartoons, die das Publikum oft schon aus den Shows kennt. 1983 macht er seine letzte Otto-Show, diesmal für das Zweite Deutsche Fernsehen. "Hilfe! Otto kommt!" wird im folgenden Jahr mit dem Grimme-Preis in Silber ausgezeichnet. Für das ZDF produziert er im Rahmen der von ihm mit Hans Otto Mertens gegründeten Firma Rüssl Video & Audio GmbH ab Juni 1982 auch "Ronnys Popshow". In den 14 Folgen dieser Serie wechseln Musikvideos und Sketche des von Waalkes mit einer menschlichen Stimme versehenen Schimpansen Ronny ab. Im April 1985 fällt die erste Klappe zu Waalkes' erstem Spielfilmprojekt. "Otto – Der Film" wird mit knapp 8,8 Millionen Besuchern die erfolgreichste deutsche Produktion des Jahres 1985 und erbringt damit eine Goldene Leinwand. Autoren der Story über einen jungen Mann vom Land in der großen Stadt, der drei wesentliche Probleme hat, sind wieder das GEK-Team und Waalkes, wie auch bei den folgenden drei Produktionen.
Den verliebten Chaoten spielt Waalkes auch in "Otto – Der Neue Film", der mit 420 Kopien im Sommer 1987 in den Kinos anläuft und fast 6,5 Millionen Zuschauer erreicht. Im Film wendet sich Otto schließlich der Hausmeistertochter Anna zu, im wirklichen Leben heiratet er im März des Jahres seine langjährige Freundin Manuela Ebelt. Am 7. Juli kommt der gemeinsame Sohn Benjamin Karl Otto Grigori zur Welt. Im Oktober 1995 wird die Scheidung eingereicht, die bis zum Vollzug im März 1999 der Boulevardpresse reichlich Stoff bietet. Gegenüber dem Playboy bezeichnet Waalkes die Trennung später als "schwerste Krise meines Lebens".
Waalkes bringt mit schwindendem Erfolg zwei weitere Filme ins Kino: "Otto – der Ausserfriesische" und "Otto – Der Liebesfilm" (3,58 Mio). Die bombastische, jedoch wenig witzige 18-Millionen-Mark-Produktion "Otto – Der Katastrofenfilm" (2,82 Mio), die im März 2000 anläuft, dreht der Komiker bereits mit seiner neuen Freundin, Eva Hassmann, als Filmpartnerin. Die beiden kennen sich seit 1996 und heiraten ein halbes Jahr nach der Premiere. Neben der Arbeit und den Erzeugnissen der verschiedenen Produktionsfirmen, an denen er beteiligt ist, nutzt der "Dollart-Millionär" (Der Spiegel) andere Wege, Kapital aus seiner Popularität zu schlagen. Am 1.8.1987 wird in Emden "Dat Otto Huus" eröffnet, ein Museum mit beeindruckendem Merchandising-Anhang – Ottifanten in allen Varianten, wie auch im 1993 eröffneten Ottifanten-Shop in Hamburg. Die kleinen Comic-Elefanten erscheinen nicht nur auf T-Shirts und Bechern oder in Gestalt eines Heißluftballons, sondern auch in zahlreichen Tageszeitungen, in einer Buchreihe und auf Ton-Kassetten. 1993 stehen sie im Zentrum einer 13teiligen TV-Zeichentrickserie bei RTL, wo Waalkes bald darauf auch "Otto – Die Serie" unterbringt: Szenen aus den alten Edgar Wallace-Erfolgen seines Produzenten Horst Wendlandt in Kombination mit neugedrehten Szenen, in denen der Zappel-Friese auftritt. Schließlich kommen die Ottifanten im Jahr 2001 in der Produktion "Kommando Störtebeker" ins Kino, können jedoch die Kritik nicht überzeugen. Nach zwölfjähriger Pause unternimmt der jahrelang nur als Benefiz-Tennisspieler auftretende Waalkes im Herbst 1995 Tourneen durch den deutschsprachigen Raum. Diese Konzertreise 1995/96 dokumentiert seit den zehn Otto-Platten, die bis 1984 erschienen sind, die erste wirklich neue Live-LP ("Otto – Live"). Im Frühjahr 2001 tritt Waalkes auf seiner in seinem Refugium in Florida konzipierten Tournee "Only Otto" ohne Band, wie in Anfangszeiten nur mit Gitarre und Barhocker auf. 2004 produziert, schreibt und spielt er vier Rollen in "7 Zwerge". Die anderen Rollen besetzt er mit durch den Comedy-Boom des deutschen Fernsehens bekannt gewordenen Star-Komikern. Otto Waalkes lebt vorwiegend in Hamburg. CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film © 1984ff edition text+kritik im Richard Boorberg Verlag, München.
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Otto )
*22.07.1948
Emden
Darsteller, Regie, Co-Regie, Drehbuch, Musik, Choreografie, Produzent
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2009/2010 |
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Otto`s 11 Darsteller |
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2005/2006 |
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7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug Darsteller, Drehbuch, Produzent |
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2003/2004 |
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7 Zwerge - Männer allein im Wald Darsteller, Drehbuch, Produzent |
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1999-2001 |
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Kommando Störtebecker Drehbuch |
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1999/2000 |
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Otto - Der Katastrofenfilm Co-Regie, Darsteller, Drehbuch |
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1992 |
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Otto - Der Liebesfilm Darsteller, Drehbuch, Regie, Musik |
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1989 |
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Otto, der Außerfriesische Darsteller, Regie, Drehbuch |
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1987 |
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Otto - Der neue Film Choreografie, Darsteller, Musik, Regie, Drehbuch |
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1985 |
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Otto - Der Film Darsteller, Drehbuch, Regie |
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