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Quelle: DIF
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Helke Sander (2001)
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Helke Sander
Die Tochter eines Ingenieurs besucht nach dem Abitur in Remscheid 1957/58 die Schauspielschule in Hamburg. 1959 Heirat mit dem finnischen Schriftsteller Markku Lahtela (gest. 1981), Geburt des Sohnes Silvo, Übersiedlung nach Helsinki, wo sie von 1960–62 Germanistik und Psychologie studiert. 1962–65 inszeniert sie in verschiedenen Städten Finnlands Theaterstücke, veranstaltet Happenings und Improvisationen. 1964 realisiert sie als Regisseurin TV-Filme für das finnische Fernsehen.
1965 Rückkehr nach Deutschland. Zeitweilig Arbeit als Anwalts-Sekretärin, 1966–69 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. 1966 erster Kurzfilm "Subjektitüde". Sie engagiert sich in der Studentenbewegung und realisiert 1968 im Rahmen der Anti-Springer-Kampagne den kritischen Dokumentarfilm "Brecht die Macht der Manipulateure". Sander gehört zu den Begründerinnen des berliner "Aktionsrates zur Befreiung der Frauen", ihre vielbeachtete Rede auf der Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) im Herbst 1968 in Frankfurt/Main wird zu einer Initialzündung der bundesdeutschen Frauenbewegung.
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Sanders politische Aktivitäten spiegeln sich in ihren Filmen, so sind "Kindergärtnerin, was nun?", "Kinder sind keine Rinder" (beide 1969) und "Eine Prämie für Irene" (1971) fast direkter Reflex ihres Engagements für Kinderläden, "Macht die Pille frei?" (1972/73) argumentiert für die Streichung des § 218. Sie ist Mitorganisatorin des 1. Internationalen Frauenfilmseminars 1973 in Berlin, 1974 Gründerin und bis 1981 Herausgeberin von Frauen und Film, der ersten europäischen feministischen Filmzeitschrift.
1977 realisiert Sander als Regisseurin, Autorin und Hauptdarstellerin ihren ersten Spielfilm "REDUPERS – Die allseitig reduzierte Persönlichkeit" (1977), eine essayistische Mischung aus dokumentarischen und inszenierten Episoden. "REDUPERS, Der subjektive Faktor" (1980/81) und "Der Beginn aller Schrecken ist Liebe" (1983/84) sind bei aller politischen Stellungnahme auch sehr persönliche Filme. Es ist diese Verbindung individueller mit allgemein-politischen Sichtweisen, die Sanders Spielfilme auszeichnet.
Neben der Arbeit an eigenen Filmen schreibt Sander Bücher, Aufsätze und Artikel, erhält Lehraufträge und wird 1981 Professorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. In der Folge dreht Sander wieder Kurzfilme, so z.B. die Serie "Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste" (1984–86) und Dokumentarfilme wie "Die Deutschen und ihre Männer" (1989) und "BeFreier und BeFreite" (1990–92), der sich mit den zahllosen Vergewaltigungen deutscher Frauen durch alliierte Soldaten gegen Kriegsende beschäftigt. "Muttertier Muttermensch" (1999) ist eine Bestandsaufnahme der Frauen/Mutter-Rolle und ihrer Veränderungen im Lauf der Zeit.
© hmbock
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(
Helke Sander-Lahtela )
*31.07.1937
Berlin
Darsteller, Mitwirkung, Sprecher, Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch, Kommentar, Interviews, Kamera, Schnitt, Recherche, Produzent, Co-Produzent
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2005 |
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Mitten im Malestream Drehbuch, Produzent, Regie |
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2002-2005 |
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Wer ist Helene Schwarz? Mitwirkung |
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2001/2002 |
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Bungalow Darsteller |
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2001 |
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Dorf Drehbuch, Interviews, Kommentar, Mitwirkung, Sprecher, Schnitt, Regie, Produzent |
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1999 |
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Zwischen Lust und Last Darsteller |
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1998/1999 |
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Muttertier - Muttermensch Drehbuch, Regie, Sprecher, Schnitt, Produzent, Mitwirkung |
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1997 |
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Dazlak Drehbuch, Regie |
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1994 |
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Die Nacht der Regisseure Mitwirkung |
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1992/1993 |
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Des Lebens schönste Seiten Darsteller |
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1992/1993 |
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Krieg und sexuelle Gewalt Drehbuch, Regie |
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