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Quelle: Senator, DIF, © Senator Film
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"Whisky mit Wodka" (2008)
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Henry Hübchen, geboren am 20. Februar 1947 in Berlin, aufgewachsen in der damaligen DDR, sammelt zwar bereits als Jugendlicher erste Schauspielerfahrungen (etwa in dem DEFA-Western "Die Söhne der großen Bärin", 1965), nimmt nach dem Abitur jedoch zunächst ein Physik-Studium auf und lebt seine musische Begabung als Liedtexter der Band "City" aus, für die er unter anderem den Hit "Casablanca" schreibt. Schließlich wendet er sich dann aber doch voll und ganz der Schauspielerei zu, absolviert eine Ausbildung an der Schauspielschule Berlin und ist anschließend ab 1970 am Theater Magdeburg zu sehen. Seit 1974 gehört Hübchen zum Ensemble der Berliner Volksbühne, wo er in vielen Inszenierungen zum künstlerischen Alter Ego des Regisseurs Frank Castorf wird und auch selbst inszeniert. 1994 kürt ihn die Fachzeitschrift "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres, im Jahr 2000 erhält Hübchen den Berliner Theaterpreis.
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Größere Aufmerksamkeit als Filmschauspieler erhält Hübchen erstmals 1975 mit der Rolle des Mischa in Frank Beyers "Jakob, der Lügner" und mit einer tragenden Nebenrolle in der TV-Produktion "Frau Jenny Treibel". Mit Beginn der 1980er Jahre steht er neben seiner Theatertätigkeit immer häufiger vor der Kamera, zumeist in Fernsehproduktionen. Durch seine einprägsamen Theaterrollen, aber nicht zuletzt auch durch seine zahlreichen markanten TV-Auftritte etwa in der Krimiserie "Polizeiruf 110" oder der Seghers-Verfilmung "Das wirkliche Blau" (1986; TV) avanciert er zu einem der populärsten und renommiertesten Schauspieler der DDR. Daneben ist Hübchen auch sportlich aktiv: 1981 und 1982 war er DDR-Meister im Windsurfen.
Im Westen gewinnt Henry Hübchen nach dem Mauerfall in den TV-Mini-Serien "Karl May" (1992), "Der Schattenmann" (1996) und "Der König von St. Pauli" (1998) an Bekanntheit. Für seine Leistung in der Mini-Serie "Warten ist der Tod", einem Thriller über einen spektakulären Einbruch, der aus dem Ruder läuft, erhält Hübchen einen Grimme-Preis.
Parallel beginnt für Hübchen, dessen Spektrum von sympathisch-komischen bis zu abgründig psychopathischen Figuren reicht, eine zweite Kinokarriere: Nach seiner pointierten Leistung in Leander Haussmanns "Sonnenallee" (1999) folgen mit der Gaunerkomödie "Sass" (2000) und dem Ensemble-Drama "Lichter" (2003) weitere hochkarätige Filme. Seinen größten Kinoerfolg kann Hübchen im Jahr 2004 mit "Alles auf Zucker!" feiern: In Dany Levys Komödie spielt er einen Berliner Zocker mit jüdischer Verwandtschaft – eine komödiantische Meisterleistung, für die er mit dem Deutschen Filmpreis 2005 ausgezeichnet wird.
Von 2003 bis 2005 kehrt Hübchen als Ermittler Tobias Törner zu der Serie "Polizeiruf 110" zurück, gefolgt von der Rolle des Commissario Laurenti in der gleichnamigen ARD-Reihe.
2009 ist Henry Hübchen gleich in drei Kinohauptrollen zu sehen: In Michael Kliers Tragikomödie "Alter und Schönheit" spielt er den besten Freund eines todkranken Mannes, in Andreas Dresens hoch gelobter Filmbusiness-Komödie "Whisky mit Wodka" gibt er einen alternden Filmstar, und in der Bestseller-Verfilmung "Lila, Lila" spielt er einen literarisch talentierten Herumtreiber, der zum Erpresser wird.
Henry Hübchen ist verheiratet, seine Frau Sanna führt eine Schauspieler-Agentur, die gemeinsame Tochter Theresa (geboren 1971) arbeitet ebenfalls als Schauspielerin.
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*20.02.1947
Berlin
Darsteller, Mitwirkung, Sprecher, Synchronsprecher
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