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Ich bin Du
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Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. mehr...
Der berühmte Archäologe Professor Bruhn trifft in Ägypten seinen Doppelgänger, den Globetrotter Erik Althov. Als sich Althov in die Gattin des Forschers verliebt, überwältigt er Bruhn in der Grabkammer und lässt den vermeintlich Toten zurück. Mit Bruhns Papieren übernimmt Althov die Identität des Professors, doch dessen Ehefrau und Kind werden schnell misstrauisch. Als der totgeglaubte Bruhn plötzlich wieder auftaucht, flüchtet Althov ins winterliche Hochgebirge. Von Gewissensbissen geplagt, findet er dort den Tod, während Bruhn in den Schoß seiner Familie zurückkehrt.

Ich bin du
Deutschland 1933/1934, Kurz-Spielfilm
Ich – bin – du...
Wbg. (= Hans Wollenberg), Lichtbild-Bühne, Nr. 5, 29.1.1921


"Ein seltsam-tragisches Geschehnis in 5 Akten" nennen Ludwig Marr und James Bauer ihr Manuskript, das als erster "Lucifer-Film" mit Hans Mierendorff dem Kino gewonnen ist. Der Untertitel ist nicht zu anspruchsvoll; er besteht zu recht. Dies mag eine Skizzierung des Hergangs beweisen. Professor Bruhn, der berühmte Ägyptologe, hat einen Doppelgänger; Erik Althov ist Globetrotter, ein Mann mit einem weiten Herzen. Eine jäh entfachte Leidenschaft zur Gattin des Forschers treibt ihn zum Verbrechen. In der neuentdeckten Grabkammer des Amasis überrumpelt er ihn, nimmt ihm die Papiere, verläßt ihn als scheinbar Toten und übernimmt, dank der auffallenden Ähnlichkeit, seine Rolle im Leben. Nur den Instinkt der Gattin und des Kindes kann er nicht täuschen, und so war sein Verbrechen – umsonst. Gewissensangst martert ihn, aber er spielt seine Rolle weiter, bis der Totgeglaubte wiederkehrt. Niemand erfährt von dem seltsamen Vorgang – selbst Frau Bruhn nicht. Der an seinem eigenen Wagnis zerschellte Althov findet den Tod im Hochgebirge. Straff in der inneren Struktur, sicher in der psychologischen Linie, stets fesselnd im Abrollen der Geschehnisse, baut sich diese Handlung auf, von Urban Gad mit Meisterhand inszeniert. Lebensechte orientalische Bilder, Wüsten- und Stadtszenen in den ersten, köstlich schöne Szenerien des winterlichen Hochgebirges in den letzten Akten schaffen dem Auge reiche Abwechslung. – Darstellerisch beherrscht die Handlung Hans Mierendorff, der .die beiden von ihm gespielten Rollen von der ersten bis zur letzten Szene in einheitlicher Charakterisierung durchführt; nirgends von der Starrheit, die schon manchesmal bei ihm störte, sondern lebensvoll, stellenweise mit überraschenden Nuancen. Margit Barnay und Maria Zelenka umgeben ihn als .gutgesehene Frauengestalten; vielleicht hätte man freilich gut getan, die beiden Rollen zu vertauschen. Robert Forsch stellt einen seltsamen Winkelarzt mit aparter Kunst hin. Auch die übrigen Rollen sind durchaus befriedigend durchgeführt.

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