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Mein Kampf
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Tom Schilling, Götz George (v.l.n.r.)
Quelle: Projektor Filmverleih, DIF, © Projektor Filmverleih
Tom Schilling, Götz George (v.l.n.r.)
Im Jahre 1910 reist der junge Hitler aus der tiefsten österreichischen Provinz nach Wien, um als Maler die Welt zu erobern. In einem Männerheim in der Leichengasse mietet er sich ein, um dem großen Tag der Aufnahmeprüfung an der Akademie der schönen Künste entgegenzufiebern. Die schäbige Baracke teilt er sich mit zwei Juden: dem windigen Bibelverkäufer Schlomo Herzl und dem Kosher-Koch Lobkowitz, der behauptet, Gott zu sein. Mitunter vollbringt er wirklich Wunder. Der altersweise Schlomo will ein eigenes Buch schreiben: Der Titel "Mein Leben" findet hier wenig Anklang, "Mein Kampf" dafür umso mehr. Auch Adolf Hitler ist begeistert.
 
Der gastfreundliche, menschenliebe Schlomo fühlt sich verantwortlich für den ungestümen Hitler und nimmt sich seiner an. Doch für Hitler, der sein Talent maßlos überschätzt, bricht eine Welt zusammen, als die Akademie ihn bereits zum zweiten Male ablehnt. Und wieder ist es der gute Schlomo, der dem in seiner Hoffnungslosigkeit den Tod suchenden Hitler in letzter Sekunde zu Hilfe eilt. Hitler nutzt Schlomo, der für ihn kocht, wäscht und ihm sogar das Schnurrbärtchen stutzt, schamlos aus und macht ihm obendrein das junge Gretchen abspenstig. Ironischerweise ist es ausgerechnet Schlomo, der Hitler empfiehlt, sein Glück in der Politik zu suchen.
  
Die Filmgroteske "Mein Kampf", nach der gleichnamigen Theaterfarce von George Tabori, ist keine historische Rekonstruktion von Hitlers Wiener Zeit. Sie ist vielmehr eine zeitlose Parabel vom Guten, das dem Bösen dient und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt.
 
Quelle: 60. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)


Mein Kampf
Deutschland / Österreich / Schweiz 2008/2009, Spielfilm
Credits
. Regie Urs Odermatt
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. Regie-Assistenz Nadja Berke
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. Drehbuch Martin Lehwald
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. Vorlage George Tabori
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. Kamera Jo Molitoris
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. 2. Kamera Oliver Lechner
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. Standfotos Jasmin Morgan
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. Licht Max Zitny
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. Kamera-Bühne Chris Reichel
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. Ausstattung René Zetzschke (Kulissenbauleiter); Carola Gauster (Szenenbild); Ingo König
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. Außenrequisite Moritz Heinlin; Mike Weidner
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. Innenrequisite David Thummerer
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. Bühne Christoph Sieber
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. Kostüme Thomas Oláh
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. Garderobe Gina Krauß
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. Maske Roland Krämer; Julia Lechner; Irene Storig
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. Schnitt Lilo Gerber; Claudia Cea
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. Ton-Design David Ziegler
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. Ton Dietmar Zuson
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. Musik Enis Rotthoff
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. Darsteller
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. Götz George Schlomo Herzl
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. Tom Schilling Adolf Hitler
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. Wolf Bachofner Himmlischst
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. Simon Schwarz Max
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. Henning Peker Anton
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. Elisabeth Orth Frau Tod
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. Anna Unterberger Gretchen
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. Bernd Birkhahn Lobkowitz
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. Jan Gebauer Gefängniswärter
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. Paul Matic Erich
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. Karin Neuhäuser Frau Merschmeyer
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. Wolfgang Hübsch Mandelbaum
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. Ernst Stankovski Rektor
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. Kajetan Dick Rothaariger Student
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. Patricia Hirschbichler Frau Rosenthal
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. Uwe Lach Fotograf
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. Michael Ostrowski Kleiner Dieb
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. Franz Josef Csencsits Großer Dieb
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. Produktionsfirma Schiwago Film GmbH (Berlin)
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. in Co-Produktion mit DOR Film Produktionsgesellschaft mbH (Wien); Hugofilm Productions GmbH (Zürich)
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. in Zusammenarbeit mit ZDFkultur (Mainz); Arte Deutschland TV GmbH (Baden-Baden); Schweizer Fernsehen für die deutsche und rätoromanische Schweiz (SF DRS) (Zürich); SRG SSR idée suisse (Bern); ORF Enterprise GmbH & Co KG (Wien)
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. Produzent Martin Lehwald; Michal Pokorny; Marcos Kantis
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. Co-Produzent Oliver Berben; Danny Krausz; Christof Neracher; Thomas Peter Friedl
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. Redaktion Wolfgang Bergmann (ZDF); Meike Klingenberg (ZDF); Madeleine Hirsiger (SF DRS); Tamara Mattle (SF DRS); Alberto Chollet (SRG); Heinrich Mis (ORF)
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. Herstellungsleitung Michal Pokorny
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. Produktionsleitung Frank Zahl
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. Aufnahmeleitung Lena Bretschneider; Roland Pfannhauser; Christine Ajayi (Motiv); Martin Kirchner (Sett)
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. Produktions-Assistenz David Steinberger
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. Produktions-Koordination Sandra Schuppach
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. Stunt-Koordination Jürgen Klein
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. Casting Anja Dihrberg
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. Erstverleih UFA Cinema GmbH (Berlin/München)
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. ausgezeichnet mit Prädikat: besonders wertvoll: FBW 09.2010
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. Länge 3018 m, 110 min
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. Format 35mm, 1:1,85
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. Bild/Ton Farbe, Dolby
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. Prüfung/Zensur FSK-Prüfung (DE): 03.02.2011, Nr. 126376, ab 12 Jahre/feiertagsfrei
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. Aufführung Erstaufführung (DE): 13.02.2010, Berlin, IFF; Kinostart (DE): 24.02.2011; Aufführung (CA): 29.08.2009, Montreal, WFF
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