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Ariane
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Rudolf Forster, Elisabeth Bergner
Rudolf Forster, Elisabeth Bergner
Nach dem Abitur geht die junge Exilrussin Ariane zum Studium nach Berlin. Hier verliebt sie sich in den deutlich älteren Konstantin, einen charmanten Mann von Welt. Um ihn zu beeindrucken, spielt sie ihm die erfahrene Abenteuerin vor. Als er sie während eines gemeinsamen Italienurlaubs überstürzt sitzen lässt, ist Ariane zutiefst verletzt, was sie aber vor Konstantin verbirgt. Zurück in Berlin sinnt Ariane auf Rache, doch als sie Konstantin bei ihrem nächsten Treffen endlich gesteht, wie viel er ihr in Wahrheit bedeutet, finden die zwei endlich zueinander.

Ariane
Deutschland 1930/1931, Spielfilm
Ariane
Herbert Ihering, Berliner Börsen-Courier, Nr.88, 21.2.1931


Ein Werk aus der psychologischen Delikatessenhandlung. Aber gerade diese Überfeinerung trifft der Film. Paul Czinner ist der Feuilletonist unter den Filmregisseuren. Ein guter Feuilletonist. Seine Bildmittel entsprechen genau den Stilmitteln des Sprechfeuilletonisten. Er nuanciert. Er sublimiert. Halbe Gesten, gleitende Gebärden, halbe Blicke, Sehnsucht und Enttäuschung, ein Tropfen Schmerz, ein Tropfen Humor, Verzicht und Erfüllung, alles in Übergängen, im Verschweben, in der Andeutung. Sehr fein, sehr zart, sehr zurückhaltend, sehr vornehm. (...) In dieser Welt lebt Elisabeth Bergner als Ariane vollkommen auf. Man erkennt den Ursprung ihrer Kunst aus der Welt des Wiener Feuilletons. Sie spielt in vielen Rollen Salten: die Unarten des Wiener Feuilletons. Hier spielt sie mehr, sie spielt Schnitzler und besonders Polgar. Wunderbar sind ihre Übergänge, wunderbar die angefangenen, halben Bewegungen, wunderbar die Art, nie einen Punkt zu setzen, immer zwischen Gedankenstrich und Fragezeichen zu spielen. Sie wäre herrlich, ganz frei von Unarten, wenn sie nicht zu – sprechen hätte. Ich glaube, daß es in diesem Falle nicht das Mikrophon und besonders nicht die Wiedergabeapparatur ist, die ihren Ton undeutlich macht (...), ich glaube, daß Elisabeth Bergners Sprechart die tonfilmische Deutlichkeit stört. Ihre Unart, sich auf Konsonanten auszuruhen, die Worte melodisch, nicht rhythmisch zu bringen, den Klang gegenüber dem Tonfall zu bevorzugen. Der Tonfilm ist ein strenger Erzieher. Elisabeth Bergner kann sich jetzt selbst hören. Sie wird es merken.




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