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Quelle: Ottfilm, DIF, © Joe Fish
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"Mein letzter Film" (2002)
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Oliver Hirschbiegel, geboren am 26. März 1957 in Hamburg, fährt nach dem Abschluss der Waldorfschule zunächst als Küchenjunge auf See. Nach seiner Rückkehr studiert er Malerei und Grafik bei Sigmar Polke an der Hamburger Hochschule der Künste, wendet sich jedoch immer mehr den Bereichen Foto, Video und Film zu, inszeniert Rauminstallationen und Performance-Auftritte und wechselt schließlich ins Fach Filmregie über. Seine professionelle Karriere als Filmemacher beginnt er Mitte der 1980er Jahre als Aufnahmeleiter bei der TV-Serie "Losberg". 1986 gibt er mit der Fernsehproduktion "Das Go! Projekt", zu dem er auch das Drehbuch verfasst, sein Regiedebüt. Fünf Jahre später sorgt er mit dem innovativen TV-Projekt "Mörderische Entscheidung" für Aufsehen: Der Thriller erzählt in Form von zwei Filmen die gleiche Geschichte aus der Sicht zweier Personen, wobei der Zuschauer je nach Situation selbst die Perspektive bestimmen kann, da beide Versionen gleichzeitig in ARD und ZDF ausgestrahlt werden – auch das ein Novum im deutschen Fernsehen.
Im folgenden Jahr inszeniert Hirschbiegel den Tatort "Kinderspiel", der mit einem Grimme-Preise ausgezeichnet wird. Nach einer Reihe weiterer Krimi-Episoden wie "Kommissar Rex" (1997) und Fernsehfilmen wie dem Grimme-Preis-gekrönten Krimi "Das Urteil" (1997) gibt Hirschbiegel im Jahr 2001 sein Kinodebüt: Der prominent besetzte Thriller "Das Experiment" erweist sich als großer Publikumserfolg und wird unter anderem mit drei Bayerischen und vier Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet. Nach dem Einpersonen-Kammerspiel "Mein letzter Film" (2002) mit Hannelore Elsner sorgt Hirschbiegel 2004 mit "Der Untergang" (2004) nach dem Buch von Joachim Fest weltweit für Furore. Die mit zahlreichen Charakterdarstellern besetzte Großproduktion über die letzten Stunden in Hitlers Führerbunker wird von der deutschen Kritik eher negativ aufgenommen, während renommierte Kritiker etwa in den USA oder in Großbritannien dem Film sehr wohlwollend gegenüberstehen. Beim deutschen Publikum kommt "Der Untergang" trotz der Ablehnung der Kritik sehr gut an: Der Film zieht über 4,6 Millionen Zuschauer in die Kinos. Darüber hinaus wird "Der Untergang" mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen bedacht, darunter eine Oscar-Nominierung, der Preis des Verbands der Londoner Filmkritiker und drei Bayerische Filmpreise.
Die Erfolge von "Das Experiment" und "Der Untergang" bringen Hirschbiegel Angebote aus Hollywood ein. Nachdem er mit "Ein ganz gewöhnlicher Jude" (2005) ein weiteres ambitioniertes Kammerspiel inszeniert hat, folgt er dem Lockruf und gibt mit dem Science-Fiction-Thriller "Invasion", einer Neuverfilmung des "Körperfresser"-Stoffs, sein mit Nicole Kidman und Daniel Craig starbesetztes Hollywood-Debüt. Während der Produktion kommt es allerdings zu kreativen Differenzen mit den Produzenten, die Hirschbiegel schließlich von dem fast fertig gestellten Projekt abziehen und den Regisseur James McTeigue (ohne Nennung in den Credits) als Ersatz engagieren.
Derzeit arbeitet Oliver Hirschbiegel an der Postproduktion des Dramas "Five Minutes of Heaven", einer britischen Produktion mit Liam Neeson in der Hauptrolle.
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*26.03.1957
Hamburg
Darsteller, Mitwirkung, Regie, Drehbuch, Musik
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