Bei der Premiere von "Mitte Ende August" in Hamburg, 16.07.09
André Hennicke, geboren am 21. September 1958 in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge, absolvierte eine Schauspiel-Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. Nach mehreren Jahren am Theater Senftenberg wandte er sich Mitte der Achtziger dem Film zu und war zum Beispiel 1988 an der Seite von Corinna Harfouch in "Die Schauspielerin" (Regie: Siegfried Kühn) zu sehen. Nach der Wende widmete sich Hennicke auch dem Fernsehen, so trat er in einigen "Tatort" auf und schrieb selbst Drehbücher, beispielsweise für die Serie "Polizeiruf 110". Mit Til Schweiger und Tom Zickler gründete Hennicke die Produktionsfirma "Mr. Brown Entertainment", die mit "Knockin' on Heaven's Door" einen großen kommerziellen Erfolg feiern konnte.
Nach zahlreichen Kinorollen in Filmen wie Rainer Kaufmanns "Kalt ist der Abendhauch" (2000) und Martin Hardins "So weit die Füße tragen" (2001) machte Hennicke in den vergangenen Jahren besonders durch seine markanten Rollen in Christian Petzolds "Toter Mann" (2001, Deutscher Fernsehpreis) und Oskar Roehlers "Der alte Affe Angst" (2003) auf sich aufmerksam. Ein breiteres Publikum sah ihn 2004 als SS-General in Oliver Hirschbiegels "Der Untergang". Seinem eisigen Porträt des NS-Richters Roland Freisler in "Sophie Scholl" (2005, Regie: Marc Rothemund) folgte die Darstellung des Serienkillers Gabriel Engel in Christian Alvarts Thriller "Antikörper" (2005). Regie führte Hennicke beim Kurzfilm "Gordian" (2001) und beim abendfüllenden Spielfilm "C.I. Angel" (2003).
Nach Nebenrollen unter anderem in "Der freie Wille" und "Winterreise" (beide 2006) spielte Hennicke in "Youth without Youth" (2007) unter der Regie von Starregisseur Francis Ford Coppola, 2008/2009 folgen weitere Leinwandauftritte in Heinrich Breloers Thomas-Mann-Adaption "Buddenbrooks" und Christian Petzolds "Jerichow".
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André M. Hennike ) *21.09.1958Johanngeorgenstadt Darsteller, Mitwirkung, Regie, Drehbuch, Produzent