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Quelle: DIF
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Günther Anders
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Günther Anders Günther Anders, geboren am 8. November 1908 in Berlin. Sein Vater ist Betriebsleiter der Filmproduktion Eiko, später kaufmännischer Direktor der Ufa. Um 1918 Kinderrollen in Filmen mit Reinhold Schünzel (Details ungeklärt). Nach Abschluss der Schule 1922 Lehrvertrag in der fotografischen Abteilung der Ufa; er lernt Entwickeln, Kopieren, Aufnehmen, Vorführen, arbeitet als Beleuchter. Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Fototechnik in München. Sein Lehrmeister an der Kamera wird Carl Hoffmann, dem er ab Fritz Langs "Die Nibelungen" (1923/24) oft assistiert; außerdem Assistenzen bei Karl Freund ("Varieté", 1925, E. A. Dupont; "Metropolis", 1925/26, Lang), Rudolf Maté ("La Passion de Jeanne d'Arc", 1928, Carl Theodor Dreyer), Eugen Schüfftan ("Gassenhauer", 1931, Lupu Pick) und Franz Planer.
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Als Carl Hoffmann sich 1934 als Regisseur versucht ("Ich bin du", Kurzspielfilm; "Das Einmaleins der Liebe", 1935; u.a.) rückt Anders in die Position des Kameramanns auf. Unabhängig von Hoffmann fotografiert er dann eine Serie Kurzspielfilme und zählt schon bald zur ersten Garnitur der deutschen Kameramänner. Für Veit Harlans "Der Herrscher" (Anders' Lieblingsfilm) entwirft er das optische Drehbuch; er gehört zur "Kompanie" Karl Ritters (9 Filme bis 1940); anschließend Zusammenarbeit mit Gustav Ucicky (4 Filme vor, 3 nach 1945). Ab 1941 lebt und arbeitet er fast ausschließlich in Wien, wo er bis 1951 bleibt.
Schon 1947 steht er (in München) wieder hinter der Kamera ("Zwischen Gestern und Morgen"). In den 1950er Jahren fotografiert er u.a. zwei Filme von G. W. Pabst sowie einige unter der Regie Kurt Hoffmanns ("Das Spukschloß in Spessart"), dem Sohn Carl Hoffmanns. Ihm wird die Kameraführung einer Reihe großer Prestige-Produktionen anvertraut ("Meines Vaters Pferde"; "Die Barrings"; "Das Glas Wasser"; "Gustav Adolfs Page"), so auch 1960 die Filmaufzeichnung von Gustaf Gründgens berühmter "Faust"-Inszenierung. Daneben führt Anders bei einigen Dokumentar- und Ballettfilmen auch Regie. Mitte der 1960er Jahre zieht sich Anders weitgehend zurück. Er lebt mit seiner zweiten Frau, der Kostüm-Bildnerin Charlotte Flemming in Grünwald, Albenga (Ligurien) und München. Dort stirbt Günther Anders am 16. September 1977.
CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film © 1984ff edition text+kritik im Richard Boorberg Verlag, München.
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*08.11.1908
Grünwald
; †16.09.1977
Mitwirkung, Regie, Drehbuch, Kamera, Kamera-Assistenz
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