Volksschule, abgebrochene Bauschlosser-Lehre. Schauspielunterricht in Braunschweig. 1918-19 an Provinz-, Kur- und Sommertheatern. 1922-25 Stadttheater Basel, ab 1925 Stadttheater Altona, 1933-37 Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 1937-44 Preußische Staatstheater in Berlin.
Filmdebüt 1935 als viriler Dorfschmied in dem von einer Debatte über die "neue Moral" im NS-Staat begleiteten Film "Der Ammenkönig" (Hans Steinhoff). Sonst spielt Knuth, im Widerspruch zum verordneten Ideal vom kernigen Mann, aufrichtige und etwas ungelenke junge Männer: z.B. den Barkassenführer Oschi Rasmus in "Schatten über St. Pauli" (Fritz Kirchhoff), den Fischer Frerk in "Das Mädchen von Fanö" (Hans Schweikart) und den schüchternen Matrosen in Helmut Käutners "Große Freiheit Nr. 7".
1945/46 wieder Deutsches Schauspielhaus Hamburg. 1946 bis in die 80er Jahre Zürcher Schauspielhaus, Gastspiele in der Bundesrepublik und Österreich.
In Filmen der 50er Jahre als polternder, doch menschenfreundlicher Sanguiniker, häufig in Rollen eigentlich weichherziger Wirtschaftswunder-Profiteure. Komödiantische Paraderollen in "Der fröhliche Weinberg" (Erich Engel) und als Schmieren-Direktor Striese in "Der Raub der Sabinerinnen" (Kurt Hoffmann). Kauzig-heiter als Herzog Max von Bayern in der "Sissi"-Trilogie (Ernst Marischka) und als Puszta-Stationsvorsteher in "Ich denke oft an Piroschka" (Hoffmann). Nur in "Die Mücke" (Walter Reisch) als Waffenschieber in einer negativen Rolle. Sein Fuhrunternehmer Karl John in Robert Siodmaks Hauptmann-Adaption "Die Ratten" und der aufdringliche Lüstling in "Das kunstseidene Mädchen" (Julien Duvivier) nach Irmgard Keun gehen über launige Unverbindlichkeit hinaus.
Ab Anfang der 60er Jahre zunehmend beliebt als Fernsehschauspieler, vor allem in Familienserien, z.B. als Trapez-Veteran Carlo Doria in "Salto Mortale" (Michael Braun). Gast in populären Unterhaltungs-Serien, Moderation der Prominenten-Runde "Künstlerstammtisch", Auftritte in Episodenfilmen. Geehrt u.a. 1962 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis, 1974 mit einem Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.