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Quelle: Salzgeber, DIF
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"Peer Gynt" (2006)
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Robert Stadlober, geboren am 3. August 1982 in Friesach/Kärnten, zieht 1989 mit seiner allein erziehenden Mutter und seiner Schwester nach Berlin. Bereits im Alter von elf Jahren beginnt er, als Synchronsprecher zu arbeiten. In dieser Funktion hat er unter anderem den Hauptfiguren in Neil Jordans "Butcher Boy" und im Animationsfilm "Der Schatzplanet" seine Stimme geliehen. 1995 gibt Stadlober sein TV-Debüt in dem Entführungsdrama "Ausweglos" von Sigi Rothemund. Stadlober besucht eine Waldorfschule, die er jedoch mit 16 abbricht, als seine Mutter ihm die Schauspielerei aus Angst um seine Zensuren verbieten will, und die Waldorf-Lehrerschaft fürchtet, die Schauspielerei könne ihm "die Seele rauben" (Stadlober). Zur gleichen zieht der finanziell unabhängige Teenager in eine eigene Wohnung in Berlin-Kreuzberg.
Nach zahlreichen Nebenrollen in Fernseh- und Kinoproduktionen wie "Kai Rabe gegen die Vatikankiller" (1998) erregt Stadlober mit seiner Verkörperung des Wuschel in Leander Haußmanns Erfolgsfilm "Sonnenallee" (1998) erstmals größeres Aufsehen. Der endgültige Durchbruch gelingt ihm im Jahr 2000 mit seiner ersten Hauptrolle in "Crazy" nach Benjamin Leberts gleichnamigem Roman; seine Leistung in Hans Christian Schmids Coming-of-Age-Film bringt ihm einen Bayerischen Filmpreis 2001 sowie eine Nominierung zum Deutschen Filmpreis ein.
Im selben Jahr wird er für seine Rolle als Straßenstreuner Engel in "Engel & Joe" beim Filmfestival Montreal mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Von den Medien auf Grund seiner Rollen, seines exzentrischen Äußeren und seiner unverblümten Redeweise zum "Schauspielrebell" stilisiert, wirkt sich der schnelle Ruhm zunächst negativ auf Stadlobers psychische Gesundheit aus: Er leidet zeitweise unter Agoraphobie und wird von Panikattacken heimgesucht. Er zieht von Berlin nach Hamburg, wenig später nach Barcelona und schließlich, im Jahr 2003, nach Wien.
Zu Stadlobers bekanntesten und populärsten Rollen zählen der Neue-Deutsche-Welle-Punk Vince in "Verschwende deine Jugend" (2003) und der schwule Teenager Tobi in "Sommersturm" (2004) – Figuren, bei denen Stadlobers Talent, sensible und zugleich überaus eigensinnige Chraktere glaubhaft und nuanciert zu verkörpern, besonders gut zum Tragen kommt. 2008 ist er in den Filmen "Berlin am Meer" sowie der lange erwarteten Ottfried-Preußler-Verfilmung "Krabat" im Kino zu sehen.
Neben seiner Tätigkeit als Filmschauspieler ist Stadlober gelegentlich auch in Theaterinszenierungen zu sehen, so etwa 2004 in "Romeo und Julia" am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und 2006 in Christoph Schlingensiefs Burgtheater-Inszenierung "Area 7". Robert Stadlober war Sänger der Rockband "Gary" (Album "The Lonely Cnorve Machine", 2002) und betreibt seit 2005 das Independent-Label "Siluh Records".
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*03.08.1982
Friesach, Kärnten, Österreich
Darsteller, Mitwirkung, Synchronsprecher
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