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Quelle: DIF
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"Kornblumenblau" (1939)
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Paul Kemp – Schauspieler
Peter Paul Kemp, geboren am 20. Mai 1896 in Bad Godesberg, Sohn eines Musiklehrers. Spielt als junger Filmenthusiast Klavier in einem Ladenkino; kurzzeitig Internatszögling des Godesberger Gymnasiums Hubertinum, besucht die Realschule in Königswinter, Landwirtschaftsschule in Bitburg und Baugewerkschule in Köln; mit der Absicht, Architekt zu werden, arbeitet er als Maurer in Godesberg. 1915 wird der Kriegsfreiwillige Kemp als Krankenfahrer an der Westfront eingesetzt; er macht erste Theatererfahrungen in einem Soldatenensemble.
Ab 1919 Schüler Louise Dumonts an der Hochschule für Bühnenkunst des Düsseldorfer Schauspielhauses, erste Auftritte als jugendlicher Komiker. 1921 einjähriges Engagement am Stadttheater Remscheid; 1922 Rückkehr ans Düsseldorfer Schauspielhaus. 1923-29 Ensemblemitglied der Hamburger Kammerspiele, dort enge Zusammenarbeit mit Gustaf Gründgens; er spielt und inszeniert mit großem Erfolg "Charleys Tante", tritt mit Chaplin-Parodien im Kabarett Die Jungfrau auf, ist Hauptdarsteller kurzer, kurioser Werbefilme für Motorenöl, Rhizinus und Lebensversicherungen.
1929 wechselt Kemp nach Berlin, erhält Engagements an den Saltenburg-Bühnen (Künstler- und Lessingtheater) und den Reinhardt-Bühnen; gilt seit seiner Darstellung des Buchhalters Kringelein in Vicki Baums "Menschen im Hotel" (R: Gustaf Gründgens; Theater am Nollendorfplatz; 1930) als Charakterkomiker ersten Ranges.
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Filmrollen legen ihn fest auf den "Typ des verängstigten Kleinbürgers, immer etwas verknittert, so daß man ihm kaum zutrauen konnte, er wäre einmal jung gewesen." (Kurowski, 1974). Er spielt leicht vertrottelte Angestellte ("Der Schuß im Tonfilmatelier"), auch schüchterne Ganoven ("M"; "Die 3-Groschen-Oper"); brilliert pfiffig, mit einem Hang zur Melancholie in Max Ophüls' "Die verkaufte Braut" und in einer Doppelrolle in Reinhold Schünzels "Amphitryon".
Während seiner intensiven Filmarbeit, ab 1933 durch Jahresverträge an die Ufa gebunden, übernimmt er nur gelegentlich Bühnenrollen, so am Theater am Schiffbauerdamm, dem Schillertheater und 1938 und 1939 bei den Heidelberger Festspielen. 1942 Wechsel nach Wien, Engagement am Schönbrunner Schloß-Theater; bei Kriegsende in Prag, flüchtet Kemp nach Bad Ischl und tingelt von dort aus mit einem Wandertheater, der Künstlergemeinschaft Ischl, der u.a. Theo Lingen und Johannes Heesters angehören, als Charleys Tante durch österreichische Kleinstädte; wird im Herbst 1946 an das Theater in der Josefstadt verpflichtet, zieht zu Beginn der fünfziger Jahre nach Bad Godesberg.
Paul Kemp stirbt am 13. August 1953 in Bonn an den Folgen einer Blinddarmentzündung.
CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film © 1984ff edition text+kritik im Richard Boorberg Verlag, München.
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Paul Peter Kemp )
*20.05.1899
Bad Godesberg
; †13.08.1953
Bonn
Darsteller, Mitwirkung, Gesang
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